Thema: Neues

  • Der zunehmend abnehmende Wortvogel (4)


    Heute gibt es kein Gewichtsupdate – ich bin vier Tage lang in der Republik unterwegs und habe keine Zeit, mich auf eine geeichte Waage zu stellen, dir nur vielleicht mit den Ergebnissen meiner Heim-Waage überein stimmt. Der letzten Wiegung nach bleibe ich momentan bei 1-1,5 Kilo pro Woche. Das lässt hoffen.

    Generell ist es nicht so einfach, auch auf Reisen das Gewicht zu halten. Es locken überall duftende kulinarische Fastfood-Genüsse. Kaum steige ich in Düsseldorf am Hauptbahnhof aus dem Zug, stehe ich vor einem "Dunkin Donuts"-Stand…

  • Mein Kindle Paperwhite: weiche Ware, harte Schatten


    Ich habe meinen ersten eBook-Reader jetzt drei Tage unter "realen Bedingungen" getestet: auf einer Reise quer durch die Republik. Im Flieger, in der Bahn, beim Essen und im Bett. Ist das Ende des analogen Buches damit tatsächlich eingeläutet, kann man ganze Bibliotheken demnächst bei Ebay für ein paar Euro ersteigern, wie es vor einigen Jahren bei Videokassetten der Fall war? Analog out, digital in?

    Nein.

    Ich muss allerdings gestehen, dass mein Urteil in diesem Fall weniger den Defiziten des Produkts geschuldet ist und mehr meiner Naivität und meinen überzogenen Erwartungen…

  • Harte Entscheidung für ein buntes Leben


    Ich habe in meinem Arbeitszimmer eine große weiße Wand. An die will ich auch nichts hängen oder stellen, weil ich das Raumgefühl mag. Eine überdimensionierte Fototapete könnte ich mir da allerdings gut vorstellen.

    Fototapete – da denkt man an die 70er, an Palmenstrand oder Waldlichtung. Eine Geschmacksverirrung, aus der die Menschheit (bis auf unglückliche Ausnahmen und Partykeller) schnell heraus gewachsen ist. In den letzten Jahren gab es allerdings eine Renaissance der Fototapete, für die ich zwei Ursachen sehe: die Produktion ist deutlich billiger und präziser geworden – und dank Digitalfotografie und modernen Druckmethoden ist die Qualität der Motive auch massiv gestiegen…

  • Der Führer bettelt oder: Braucht Walter Moers wirklich eine Crowdfunding-Kampagne?


    Gerade eben habe ich eine kuriose Pressemitteilung bekommen: Produzent David Groenewold (genau, der aus dem Dunstkreis der Wulff-Affäre) startet eine internationale Crowdfunding-Kampagne, um eine Kino-Version der "Adolf, die Nazisau"-Comics von Walter Moers zu finanzieren. Es gibt einen Teaser-Trailer in verschiedenen Sprachen – hier die deutsche Version:

    Im Pressetext liest sich die Begründung (ausschnittsweise) so:

    „ADOLF, die Nazisau, ist nun einmal der größte Popstar, den wir Deutschen je hervorgebracht haben. Deshalb eignet sich dieser Stoff auch so gut für ein internationales Crowdfunding. Je mehr Geld wir durch diese Finanzierungsmethode einsammeln, desto größer wird die kreative Freiheit von Walter Moers und dem Animationsteam sein…

  • Keine Macht den Doofen!


    Es gibt die Behauptung, 95 Prozent von allem sei Mist. Ich bin über die Verteilung nicht ganz sicher, es könnten auch 80 Prozent sein oder 98. Es herrscht auch kein Duopol von "Nicht-Mist" und "Mist", so mancher "Nicht-Mist" riecht schon streng und so mancher "Mist" hätte eine ganz eigene Kategorie verdient. Shades of grey. Aber im Kern stimme ich der Behauptung zu. Schlimmer noch: sie stimmt nicht nur für Musik, Architektur, Wetter und Webseiten – sie stimmt auch für Menschen. Eine große Liebe zur eigenen Spezies muss ich mir nicht nachsagen lassen…