Thema: Film, TV & Presse


  • (N)Ischen-Kino


    Das ist einer dieser Beiträge, die man gerne mit der Phrase "Manchmal werde ich gefragt…" beginnt. Aber das stimmt nicht. Niemand fragt mich, warum ich so selten deutsche Filme schaue oder gar bespreche. Und das, obwohl ich selber welche geschrieben habe und durchaus Expertise mitbringe.

    Ich will gar nicht bestreiten, dass es gute deutsche Filme gibt, dass der deutsche Film immer besser wird, und dass die Streaming-Portale einen großen Anteil daran haben, dass auch deutsche Serien aus dem Familie/Arzt/Kommissar-Ghetto ausbrechen können. Da ist viel Schönes dabei, da können Regisseure, Autoren und Darsteller ihre eigenen Stimmen entwickeln, ohne ständig von Sender-Redakteuren ausgebremst und auf Spur gebracht zu werden…

  • First Look: SHE-HULK – DIE ANWÄLTIN


    Ja, ja, ja – ich habe weder MOON KNIGHT noch MS. MARVEL besprochen. Verklagt mich. Es muss als Begründung reichen, dass ich beide Serien angefangen und fast augenblicklich wieder abgebrochen habe. Um es knallhart zu sagen: Sie haben mich nicht geschert. Auch Marvel muss sich meinen Prioritäten beugen.

    Bei SHE-HULK ist das allerdings anders. Die wollte ich mir nicht entgehen lassen. Habe ich auch nicht.

    Etwas Background: Der "weibliche Hulk" wurde als Comic 1980 erfunden, als im Fernsehen sehr erfolgreich die HULK-TV-Serie lief. Marvel wollte die Möglichkeit nutzen, eine weibliche Version für einen Spin-Off zu etablieren – vergleichbar mit der BIONIC WOMAN zum SIX MILLION DOLLAR MAN…

  • Filmverbrechen-Fotostory: <br>HAI-ALARM AUF MALLORCA oder: Beissgefahr am Ballermann


    Lieber Oliver Kalkofe, lieber Peter Rütten,

    ich kann euch beide gut leiden. Ich finde SchleFaZ toll, obwohl ich kaum dazu komme, die Sendung zu schauen und sie im Original als MYSTERY SCIENCE THEATER 3000 besser finde. Meine Fotostorys stehen in keiner direkten Konkurrenz zu eurem Konzept und dennoch habe ich mich – der Fairness halber – bisher an die selbst auferlegte Regel gehalten, keine Filme zu besprechen, die bei euch schon zu sehen waren. Man soll sich ergänzen, nicht bekriegen.

    Der Preis für mein einseitiges "gentlemen’s agreement" ist hoch: Ich kann weder TITANIC II besprechen noch SUNSHINE REGGAE AUF IBIZA…

  • Doppelt gemoppelt: Filmduelle


    Ich weiß selber nicht, wie ich auf solche Themen komme. Meistens passiert es auf einer längeren Fahrt mit dem Wagen oder dem Motorroller, wenn mein Gehirn Leerlauf hat und in beliebige Richtungen funkt.

    Es geht heute um verdächtig gleiche Filme, die zum fast gleichen Zeitpunkt veröffentlicht werden und oft genug in direkter Konkurrenz zueinander stehen. Damit meine ich nicht einmal so generische Ähnlichkeiten wie "Superhelden-Filme" oder "Katastrophenfilme", sondern sehr spezifische Parallelen.

    Das hier sind alles Fälle, die ich aus meinem Gedächtnis kramen konnte. Es gibt sicher einen Haufen mehr, aber "I can’t be bothered", wie man so schön sagt…

  • Ferkelsköpfe und Wichtelhirne: Das Beste aus dem Lexikon der Hölle (2)


    Da sind wir auch schon wieder – es gibt noch eine ganzen Haufen schlechter, gar nicht so schlechter und richtig guter Filme, die vom Duo Hahn und Jansen mit Gülle übergossen werden müssen, ohne dass so richtig klar wird, warum. Eine extrem pubertäre Form der "Filmkritik", die ich genau deswegen in Anführungszeichen setze.

    Und ja, ich habe mich extra für euch durch die 500+ Seiten gequält. Ich spinne.

    WARNUNG ! Bei den Trailern werden wieder keine Gefangenen gemacht!

    Das Leichenhaus der lebenden Toten Es wird langsam eine lahme Leier – Hahn und Jansen können nicht fassen, dass jemandem gefällt, was ihnen so schmerzhaft missfällt:

    Dieser »harte Horrorfilm der neuen Welle« (Hans D…

  • Ferkelsköpfe und Wichtelhirne: Das Beste aus dem Lexikon der Hölle (1)


    Graben wir uns mal wieder ganz tief in die Nische. Wie tief? Ich habe ein fast 40 Jahre altes Filmlexikon nach kuriosen Stellen durchforstet und diese gesammelt. Es ist mein fester Glaube, dass ich bei der aktuellen Entwicklung so weit kommen werde, dass die Zielgruppe meiner Beiträge 1 beträgt. Mich selber.

    Man kann über die diversen Genre-Lexika von Hahn, Jansen & Co. sagen, was man will – gut waren sie nicht, aber maßgeblich. Horrorfans meiner Altersklasse hatten in den 80ern quasi keine Alternativen. In den preiswerten Taschenbüchern haben wir erstmals von Argento gelesen, von Carpenter, von Fulci…

  • Uhrmacherhäusl-Requiem: Der schöne Schein des Widerstands


    Es fing mit einer kleinen Geschichte an, die ich über das Haus erzählen wollte, dem ich 2009 gegenüber wohnte. Ein kleines, hässliches, verfallendes Haus in einem Viertel, das in den letzten 20 Jahren massiv modernisiert worden war. Ein Relikt, ein Schandfleck. Der damalige Eigentümer, das wissen wir heute, hielt das marode Gebäude selber für nicht sanierungsfähig.

    Ich hatte damals ein Foto gemacht, aber man kann es sogar noch ein bisschen besser auf dem veralteten Material von Google Streetview sehen:

    Im September 2017, ich bereitete mich gerade auf das Fantasy Filmfest vor, kam es dann zu einem Skandal, der die Lokalpolitik auf Jahre hinaus erschüttern sollte: ein Bagger versuchte plötzlich, das Haus dem Erdboden gleich zu machen…