Thema: Film, TV & Presse


  • Ein Leckerli für wahre SF-Feinschmecker


    Bevor James Cameron Regisseur von "Terminator" und "Titanic" war, arbeitete er als Modellbauer und Designer u.a. für den B-Movie-Papst Roger Corman. Und DAVOR war er Filmstudent. Zu den meistgesuchten Raritäten dieser Ära gehört ein zwölfminütiger Kurzfilm, mit dem Cameron die Möglichkeiten des geplanten Films "Xenogenesis" darstellen wollte.

    Tatsächlich hatte ich mal ein Bootleg-Tape von "Xenogenesis" in richtig schlechtem Zustand, und fand es außerordentlich faszinierend. Camerons Erzählsprache und die Themen, die ihn beschäftigen, sind selbst in dem kruden Kurzfilm schon deutlich erkennbar. Mehr noch: Design und einzelne Ideen wurden kaum verändert später in "Planet des Schreckens", "Terminator" und "Aliens" wiederverwendet…

  • Wortvogels erste Schritte: Dark Palace


    Die ersten sechs Jahre meines Lebens waren die schlimmsten: Ich konnte nämlich noch nicht schreiben. Ich döste so vor mich hin, immer mit dem unbestimmten Gefühl, dass mir etwas vorenthalten wird. Als ich in die Schule kam, war das für mich wie die Aufnahme in Hogwarts: man gab mir den Schlüssel zum Königreich des Wissens, die Fähigkeit, Herr über die Sprache zu werden. Und Sprache ist Magie.

    Als ich das erste Mal begriff, wirklich begriff, wie das Alphabet funktioniert, war das eine Initialzündung. Es ist natürlich nicht so gewesen, aber in meiner romantisierten Erinnerung starrte ich auf das Blatt mit den 26 Buchstaben (plus Umlaute), und dachte: "Scheiße, damit kann ich ALLE Wörter zusammensetzen…

  • TV-Kritik: "Fear itself"


    Es gibt eine neue Horror-Anthologie im US-Fernsehen. Mal wieder. Was hatten wir da nicht alles in den letzten paar Jahren: Strange Frequency, Shadow Realm, Ghost Stories, Twilight Zone, Night Visions, und natürlich Masters of Horror. Bis auf letztere alles Flops. Anthologien sind, und das weiß man seit den 50er Jahren, notorisch schwer durchzuhalten, weil der Zuschauer kein vertrautes Setting bekommt, keine Charaktere, auf die er sich Woche für Woche freuen kann.

    "Fear itself" präsentiert schon im Vorspann den größten Malus, den man als Horror-Produktion heutzutage mitbringen kann:

    Jawoll, Mick "Ich verfilme jede Stephen King-Story, die nicht bei 3 auf den Bäumen ist" Garris…

  • Kurze Korrektur


    In einigen Beiträgen über den Film "Lost City Raiders" habe ich erwähnt, dass im selben Studio kurz zuvor "Starship Troopers 3" und "The Mummy 3" gedreht wurden. Mittlerweile ist mir klar geworden, dass ich die Aussage vor Ort, man habe das "Mummy"-Sequel gedreht, fehlinterpretiert habe.

    Also nicht der:

    Sondern der:

  • Schamlose Spezlwirtschaft


    Bei den Kollegen von Filmjournalisten.de gibt es ein prima Angebot – Markus Risser (aka "Dr. Acula" von Badmovies.de) empfiehlt die Trash-Filme der nächsten Tage. Lustig zu lesen, und mitunter zu den Kritiken auf seiner eigenen Seite verlinkt. Da verpasst man nicht mehr die Perlen auf den obskureren Pay TV-Sendern. Ich melde mich dort auch regelmäßig mit Kommentaren zu Wort.

    Fleißig vorbeischauen, bevor es dem guten Dr. Acula zu langweilig wird!

    Wer es bei den Fernsehtipps seriöser mag, ist in der Rubrik "Five to watch" beim Popkulturjunkie gut aufgehoben…

  • BILD: Jetzt auch lokal falsch informiert


    BILD hat sich entschieden, auf seiner Webseite künftig auch stärker "Lokalteile" anzubieten, z.B. für meinen Wohnort München. Gleich heute fiel mir ein besonders faktenleichter Beitrag auf (rote Hervorhebungen von mir):
    Trotz der Tatsache, dass niemand weiß, wo genau und wieso der Strom ausgefallen ist, spricht BILD von der "kompletten Innenstadt". Das verwundert mich ein wenig, denn in genau der wohne ich, und dort blieben die Glühbirnen erleuchtet.

    Ich habe mal auf einem Stadtplan der kompletten Innenstadt die "komplette Innenstadt" der BILD mit einem dicken roten Strich markiert…