Thema: Film, TV & Presse


  • Best of Superhelden-Fanfilme


    Fanfilme sind eine ganz besondere Spezies – meist nicht ernst zu nehmen, oft genug peinlich, und selten mehr als stotternde Liebeserklärungen an die Helden der Jugend.

    Es gibt nach meiner Erfahrung vier Gründe, einen Fanfilm zu drehen:

    Ein Fan will einen bestimmten Helden in einer bestimmten Story sehen (gerne basierend auf einer Graphic Novel), die von Hollywood ignoriert wird Ein Fan will zeigen, dass eine Figur vorlagengetreuer umzusetzen ist, als Hollywood das gemeinhin zugibt Ein Student verfilmt an der Filmhochschule ein Comic seiner Kindheit Nachwuchsfilmemacher und/oder Schauspieler wollen sich den Hollywood-Studios empfehlen Aus dem Gedanken "das könnte ich besser"…

  • Ruhe da vorne! Movie-Mania 2009 (45) Heute: The Crooked Circle


    USA 1932 . Regie: H. Bruce Humberstone. Darsteller: Zasu Pitts, C. Henry Gordon, Ben Lyon u.a.

    Ahhh, die Filme aus der "Poverty Row". Kann ich mal wieder ein wenig über Filmgeschichte schwadronieren.

    In den USA gab es (vor allem in den 20er und 30er Jahren) eine Reihe von sehr kleinen Studios, die oftmals in übrig gebliebenen Sets aus anderen Produktionen drehten, und deren Filme meist in kleineren Kinos oder als Zweitfilm der sogenannten "Double Feature" liefen. Selten waren sie länger als eine Stunde, selten spielten sie in mehr als zwei oder drei Sets, und selten waren sie mehr als Füllware für den hungrigen Markt…

  • Ruhe da vorne! Movie-Mania 2009 (44) Heute: Die City Cobra


    USA 1986 . Regie: George Pan Cosmatos. Darsteller: Sylvester Stallone, Brigitte Nielsen, Reni Santoni, Brian Thompson u.a.

    Wisst ihr, was mir an der "Movie-Mania" so gut gefällt? Ich lerne fast täglich was dazu. Dreimal bin ich nun schon auf das Phänomen der Literatur-Doppelverfilmung gestoßen: Romane, die mit einem gewissen Abstand zweimal für die große Leinwand adaptiert wurden, ohne dabei die Vorlage groß zu beachten.

    Doppelverfilmung Nummer 1 war "Man on Fire". Darauf war einfach zu kommen, weil beide Filme im Original denselben Titel haben.

    Doppelverfilmung Nummer 2 ist John Frankenheimers exzellenter "52 Pick Up", basierend auf Elmore Leonards gleichnamigen Roman, der nur zwei Jahre zuvor bereits als "Der Ambassador" (mit Rock Hudson und Robert Mitchum)…

  • Avengers assemble! Der Fünfjahresplan von Marvel


    Weil es vielleicht nicht jeder mitbekommen hat – es gibt neue konkrete Pläne, was die Marvel Studios in den nächsten Jahren vor haben. Ich fasse das hier für euch mal zusammen, soweit ich das überblicke.

    Die Sets von "Iron Man 2" befinden sich bereits im Bau. Mickey Rourke spielt den russischen Bösewicht, Scarlett Johannsson ist "Black Widow" (Emily Blunt ist raus). Angeblich ist auch Samuel Jackson als Nick Fury immer noch Teil der Franchise.

    Rourke soll eventuell auch den Bösewicht in "Spiderman 4" spielen, der am 6.5.2011 startet…

  • BILD: Business as usual


    BILD hat derzeit praktisch den gesamten Webauftritt dem Massaker in Winnenden gewidmet – in geschmackvollem Schwarz, aber mit dem üblichen Mangel an Rücksicht oder Pietät. Es hätte schon geholfen, kein Bild von der Reporterin vor Ort zu zeigen, die freundlich lächelt. Kleinigkeiten.

    Sich darüber zu echauffieren, halte ich für sinnlos – so macht BILD das eben. Zyniker könnten sagen, so ein Blutbad ist für das Springer-Blatt (und andere, machen wir uns nichts vor) ein Geschenk. Sensationspresse braucht Sensationsnachrichten, und das hier ist eine.

    Erstaunt hat mich eigentlich nur, wie lässig BILD weiter unten zum Tagesgeschäft übergeht:

    Wäre es nicht einen Tacken besser gewesen, unter die Berichterstattung von Winnenden den Politik-Kasten zu setzen…

  • Ruhe da vorne! Movie-Mania 2009 (43) Heute: Der Springteufel


    Deutschland 1974 . Regie: Heinz Schirk. Darsteller: Dieter Hallervorden, Arno Assmann, Klaus Dieter Söder u.a.

    Ein Mann sitzt mit Koffer und Kofferradio an einer Autobahnauffahrt. Sein Pappschild sagt "Frankfurt", aber er lehnt alle Mitnahme-Angebote ab, bis ein reicher Unternehmer mit seinem Protz-Cabrio hält. Dann beginnt er systematisch, den selbstgefälligen Fahrer erst zu verunsichern, dann zu desorientieren, um ihn schließlich ganz offen mit einer Waffe zu bedrohen. Doch es geht ihm nicht um Geld, oder um Rache…

    "Didi" als psychopathischer "Hitchhiker from hell"? Wer hätt’s gedacht…

  • Kritikchen ohne Durchblickchen


    Der SPIEGEL schreibt seit jeher gerne mal kompletten Unfug, wenn es um Popkultur geht – Musik, Filme, Videospiele: da ist das Verständnis der zuständigen Redakteure oft begrenzt.

    Dieser Tage hängen sich viele Kritiker an der ironisch unzeitgemäßen, aber komplett belanglosen Kinokomödie "Shopaholic" auf. Eine kaufgeile und naive Protagonistin als erfolgreiche Wirtschaftsweise eines Business-Magazins? Wie geschmacklos. Wie unangebracht. Wie…

    Wie passend. Zu unterstellen, Uschi die Frisöse hätte den Karren an der Wallstreet schlimmer vor die Wand gefahren als die "Experten", scheint zumindest diskussionswürdig.

    Aber darum geht es mir nicht – und SPIEGEL online auch nicht: Hauptsächlich wird mokiert, dass hier unerträgliche Weibchen-Stereotypen transportiert werden, die mit feministischen Ideen unvereinbar sind…