Thema: Film, TV & Presse


  • Grundlagen des Journalismus für Anfänger: Erst die Frage, dann die Antwort


    Schaut euch diese beiden Anreißer von BILD.de mal an:

    Fällt euch was auf? Links ist es so, wie es sein sollte: Die Überschrift stellt eine Frage, der Anreißer gibt zusätzliche Info, und der geneigte Leser möchte auf  "mehr…" klicken, um eine Antwort zu bekommen.

    Rechts aber scheint ein Praktikant gewerkelt zu haben: Der Titel ist die Antwort auf die Frage im Anreißer. Warum sollte da noch jemand "mehr…" wissen wollen?!

    Keine große Sache, aber eine erstaunlich auffällige Schlamperei, die ich vor 15 Jahren nicht einmal bei den Fernsehtipps für die "Super TV" durchbekommen hätte…

  • Kino-Kritik: "Oben" (+ Bonus-Video)


    USA 2009. Regie: Pete Docter, Bob Peterson. Sprecher: Ed Asner (auf deutsch: Karlheinz Böhm), Bob Peterson (auf deutsch: Dirk Bach) u.a.

    Story: Der alte Carl Fredrickson hat ein ruhiges Leben mit seiner Ellie gelebt – und immer den Traum gehabt, eines Tages mit ihr nach Südamerika zu reisen, um dort die geheimnisumwitterten Paradies-Wasserfälle zu besuchen. Doch Ellie stirbt, und der müde gewordene Carl soll in ein Pflegeheim – sogar sein Haus steht vor dem Abriss. Doch Carl wehrt sich, bläst ein paar tausend Ballons mit Helium auf, und schwebt samt Heimstatt gen Süden…

  • "Schnell, mach ma' Radio!" (Mitschnitt!)


    Wer heute noch nicht die Schnauze von mir voll hat, kann in der nächsten Stunde in meiner samtweichen Stimme baden – ich bin mal wieder bei EgoFM zu hören, diesmal zum Thema "Kulturflatrate". Die Sendung läuft schon, und Moderator Sebastian meinte, mein Teil sei ca. 22.20 Uhr dran. Es ist ein relativ kurzes, aber (wie ich finde) kompaktes und informatives Interview mit Aussagen, aus denen ich sonst vermutlich einen eigenen Blog-Beitrag gemacht hätte.

    NACHTRAG: Hier ist der Mitschnitt:

  • TV: Perspektiv- statt Paradigmenwechsel


    Zu diesem Artikel hat mich ein Beitrag des Lesers Mahwa inspiriert.

    Machen wir uns nichts vor: Das deutsche Fernsehen wird auf absehbare Zeit nicht das Fernsehen werden, das wir uns erhoffen. Und mit wir meine ich die junge, halbwegs gebildete, halbwegs anspruchsvolle Zielgruppe, die "24" lieber auf DVD schaut, und Axel Stein nicht für den deutschen Jon Stewart hält.

    Das Problem: wir sind nicht genug, wir sind nicht geeint, und wir sind besser im Nörgeln als im besser machen. 2 Millionen von uns desertieren Abend für Abend zu GZSZ, und die mit Preisen überschütteten Serien wie "Stromberg" und "Pastewka" kriegen quotentechnisch den Arsch nicht hoch, weil wir zwar gerne drüber reden, mit dem gucken aber anscheinend nicht nachkommen…