Thema: Film, TV & Presse

  • Journalismus 2010: Drecksarbeit


    Wenn ich mir die Meldungen der letzten Wochen so ansehe, dann muss ich mir selbst eingestehen, 20 Jahre lang naiv gewesen zu sein: Schmierenkampagnen scheinen ebenso an der Tagesordnung zu sein wie Bespitzelungen, und eine Branche verlangt nach Bestandsschutz, die nicht mal mehr die eigenen Mindeststandards erfüllt, mit denen sie sich angeblich von Bloggern und Online-Medien abhebt.

    Mir sind diese Woche gleich zwei Dinge widerfahren, die aktuelle Probleme der gedruckten Presse dokumentieren, ohne gleich hochtrabende Begriffe wie "Qualitätsjournalismus" oder "redaktionelle Autonomie" zu strapazieren.

    Fall 1 : Ich schreibe für die "LandIdee"…

  • Craig Ferguson – breakin' all the rules


    Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, dass Craig Ferguson auf Sinnsuche ist – immer wieder, immer radikaler bricht er mit dem ehernen Format der Late Night Show: Puppen-Intros, Pop-Songs, ein Stargast (<a href=" Izzard) statt des Eröffnungsmonologs.

    Vorgestern hat er dann gänzlich mit dem Konzept gebrochen: Als Rückgriff auf Tom Snyder, der die Sendung vor fast 20 Jahren vornehmlich als ruhiges Talkformat führte (seine Gespräche mit <a href=" Ellison und<a href=" P.I.L. sind legendär), warf Craig allen Schnickschnack raus: Kein Publikum, keine Musik, keine Gags…

  • "Dr. Hope" Special (1): Szenenbild


    Wie angekündigt werde ich in den nächsten Wochen bis zur Ausstrahlung viel Material aus dem üppigen Presse-Special des ZDF posten – leider ist ja nicht zu erwarten, dass viele Magazine den Platz haben, um z.B. ein Interview mit der Szenenbildnerin abzudrucken, so spannend es auch sein mag.

    ((c) ZDF und Erika Hauri)

    "Wir haben extra ein Oldtimer-Auto gebaut"

    Su Proebster

    (Ausstattung/Szenenbild)

    Su Proebster ist in Bielefeld geboren und in Berlin aufgewachsen. Zehn Jahre lang betrieb sie Schwimmen als Leistungssport. Nach ihrer Gesellenprüfung als Tischlerin belegte sie Seminare in Bildhauerei und machte erste kleine Schritte in Richtung Szenenbild als Bühnen- und Kostümbildnerin bei kleinen Independent Art Festivals…

  • "Dr. Hope": Wortvogel unter Beschuss


    Es gibt Dinge, die man über den Journalismus weiß, ganz besonders, wenn man jahrelang selber in dem Bereich gearbeitet hat. Dinge, die man nonchalant als „das ist halt so“ durchwinkt, wenn sie einen nicht selbst betreffen. Dass jeder von jedem abschreibt. Dass die spannende Story allemal wichtiger ist als die wahre Story. Dass Zeit für Recherche ein Luxus ist, den sich kaum noch jemand leistet. Dass es Gefälligkeitsstorys gibt, sogenannte „hit pieces“, mit denen ein bewusster „spin“ unter die Leute gebracht werden soll.

    Wie gesagt: Man winkt es durch – solange es einen nicht selbst betrifft…

  • Virtual Backlot: Don’t believe your eyes


    Die Effektfirma "Stargate" hat sich in den letzten Jahren zum "go to"-Studio für TV-Serien entwickelt, die zwar gerne in erkennbaren Metropolen spielen (San Francisco, New York), sich aber Drehs vor Ort nicht leisten können. Respekt, wie perfekt und im besten Sinne unauffällig Hintergründe und Locations per Computer gefaked werden können: