Thema: Film, TV & Presse

  • Der Herr weidet mich auf grünen TV-Auen, es wird mir an Sendern nicht mangeln…


    Auf Ibiza haben wir Satellitenfernsehen, das wohl gleich von mehreren umlaufenden Strahlemännern gespeist wird (ich kenne mich da nicht so aus). Spasseshalber habe ich mal durch die Programmübersicht des Receivers geklickt, um zu sehen, welche schätzungsweise 700 Sender da so im Angebot sind. Es ist eine Reise ins Wirrland, auch wenn man sich nur auf die Programmtitel beschränkt.

    Ein sattes Dutzend Programme aus der schier endlosen Liste lässt sich schon dem Titel nach dem religiösen oder konkret kirchlichen Spektrum zuordnen:

    Angel TV Prophetic Living God Carpe Diem Spirit Word Miracle TV Heaven TV Islam TV Hope Channel Bibel TV GOD TV Church Channel Ich möchte nicht ausschließen, dass es doppelt so viele sind, deren arabische und asiatische Namen ich lediglich nicht korrekt übersetzen kann…

  • Hollywood Fiction: Eine Frage des Alters


    In Hollywood (und nicht nur da) wird um der Karriere willen viel geschummelt, das ist bekannt. Schwule geben sich hetero oder zumindest bi, Verheiratete geben sich single, Junkies drehen TV-Spots für „Just say no“. Viele Schauspielerinnen verheimlichen so lange wie irgend möglich ihr wahres Alter, weil ihr Kapital nicht das Alter, sondern die „age range“ ist – also die Spannbreite, die sie spielen können (in professionellen Vitas ist das auch so angegeben: z.B. „age range 20-35“). Vor einiger Zeit hat eine Darstellerinnen die IMDB verklagt, weil sie die Aufdeckung ihres wahren Alters für karriereschädigend hält…

  • 43 Jahre deutscher Humor er- und überlebt


    Wenn ihr das hier lest, bin ich schon auf dem Weg nach Ibiza. Man sehe mir nach, dass neue Beiträge für den Rest des Monats eher sporadischer Natur sein werden.

    Dies ist die leicht ergänzte und überarbeitete Fassung eines Gastbeitrags, der vor einiger Zeit bei Manuel veröffentlicht wurde.

    Ich werde mein Leben im Spiegel des prägenden Humors nacherzählen. Die größten Hits der 70er, 80er, 90er und das Beste von heute, sozusagen. Das sagt was über mich aus, im Idealfall aber auch über das Land, in dem ich lebe…

  • NBC: "Revolution"


    Heute wurden die Teaser für eine ganze Reihe neuer Serien vorgestellt, die mich null interessieren. Aber JJ Abrams' neue Show "Revolution" (über das Leben nach dem relativ abrupten Ende aller Elektrizität) weiß zumindest, wie sie sich verkaufen muss – kein Wunder, wenn Jon "Iron Man" Favreau im Regiestuhl sitzt:

    Mich irritiert nur ein wenig, dass der Bösewicht aussieht wie Obama und der jugendliche Cast nach 15 Jahren Endzeit so schnieke rumläuft wie in "Hunger Games". Könnte ein neues "Jericho" werden – dann hoffentlich mit mehr Erfolg…

  • "Arrow" – dasselbe in grün


    Superhelden und Fernsehserien, das scheint einfach nicht zusammen zu gehen. Obwohl mittlerweile die technischen Mittel bereit stehen, übermenschliche Kräfte etwas perfekter zu visualisieren als so:

    Seit "Flash – Der Rote Blitz" ist eigentlich klar – an den Effekten und den Kostümen muss es nicht scheitern:

    Trotzdem wird ein Projekt nach dem anderen vergeigt – "Smallville" schaffte es unglaubliche zehn Staffeln lang, auch die potentesten Helden Universums auf nölig-neidische Spacken zu reduzieren.

    Der "Aquaman"-Pilot präsentierte einen Hauptdarsteller, der passenderweise so viel Charisma hatte wie ein Schluck Wasser…

  • "Justice League": Okay, so könnte das gehen


    Im Kontext des "Avengers"-Erfolges wurde ja auch hier diskutiert, ob und wie ein "Justice League"-Film von DC aussehen könnte, ob er ohne vorherigen Aufbau durch Solo-Abenteuer überhaupt sinnvoll wäre und was es nach "Avengers" zu diesem Thema noch beizutragen gibt.

    Ich finde, dass dieser Trailer für "DC Universe Online", der schon zwei Jahre auf dem Buckel hat, durchaus mögliche Antworten gibt. Er rockt:

    Da stimmt die Epik, der Aufwand, die Choreographie, die modernisierte Darstellung der Helden – und der clever konstruierte Grundkonflikt.

    DAS als Realfilm – ich wäre an Bord…

  • "Hercules in New York": He’s tired!


    Den Filmnerds ist es bekannt – für seine erste Hauptrolle wurde Arnold Schwarzenegger nicht nur umbenannt (in "Arnold Strong"), sondern auch von einem US-Schauspieler neu synchronisiert. Das machte den Film nicht besser und Schwarzenegger sieht "Hercules in New York" heute eher als Kuriosität denn als Start seiner Filmkarriere, die mit der Doku "Pumping Iron" oder eben "Conan" richtig begann.

    Erfreulich ist, dass mittlerweile eine DVD auf dem Markt ist, die Arnolds Originalstimme präsentiert und zum Vergleich einlädt – ich habe euch einen kurzen Clip gleich drei mal hintereinander geschnitten:

    Irgendwie wundert es mich nicht, dass man damals entschied, die Stimme des aufgepumpten Österreichers doch lieber nochmal zu überarbeiten…