Thema: Film, TV & Presse

  • The Revenge of Leseliste


    Und schon ist es passiert – es gibt einen "Leseliste"-Tag. Damit könnt ihr euch meine Empfehlungen noch mal gesammelt präsentieren lassen. Ab heute mit Überschriften.

    Fehlermeldungen aus der Galaxis

    Starten wir gleich mit einem massiven Nerd-Alarm. Nerds lieben Gerüchte. Weil sie zu hibbelig sind, einfach auf den Film, das Comic, die Serie oder das Game zu warten. Spekulieren heißt dabei sein, in sein, hip sein. Es muss ja nicht stimmen. Im Gegenteil: je abstruser die "News", desto besser. Das war auch schon vor der Entwicklung des WWW so…

  • Ärgernis digitale Kastration


    Wenn man in den 80er Jahren einen Videorekorder hatte, konnte der Videokassetten im PAL-Format abspielen. Im Idealfall auch longplay, was die Qualität reduzierte, die Laufzeit aber verdoppelte. Manche Geräte schafften auch das französische Secam, bei den meisten blieben diese Aufnahmen aber schwarzweiß. Eine Kassette aus den USA im NTSC-Format abspielen? Ein Wunschtraum. Dafür hätte man die Abtastung des Magnetbands und die Laufgeschwindigkeit anpassen und das resultierende Signal umwandeln müssen. Technisch aufwändig und für so ein Nischeninteresse zu teuer.

    In den 90ern kamen immer mehr Videorekorder auf den Markt, die NTSC abspielen (wenn auch nicht aufnehmen) konnten…

  • Trailergasm, Boll-style: "In the Name of the King 3: The last job" & "Bailout"


    Mein erster Gedanke: Krekel-icious. Boll hat sich auf semi-professionelles Niveau herunter gearbeitet. Das hat so gar nichts mehr, erinnert in seiner Müdigkeit und Farblosigkeit (auch und besonders bei den Darstellern) an "Bloodrayne 2". Ich habe schon Schnitzel gegessen, die Dominic Purcell an die Wand gespielt hätten. Und der Rest der Besetzung ist vom Wühltisch osteuropäischer Seagal-Rohrkrepierer. Wer hätte gedacht, dass "In the Name of the King 2" durch den direkten Vergleich auf einmal wie ein richtiger Film aussieht und Lundgren wie ein Actionstar?

    Was das noch mit "In the Name of the King" zu tun hat, was der albern unpassende Untertitel "The Last Job" soll, warum nicht mehr als ein Dutzend Komparsen zur Verfügung stand – geschenkt…

  • The Man with the Goldfinger who loved a Quantum of Skyfall never dies on her Majesty’s Secret Service with a License to kill another day for your eyes only


    Der 007-Supercut – EIN Mega-Movie geschnitten aus den bisherigen 22 Filmen der Reihe. Ideal, wenn man Leuten, die keine Ahnung davon haben, den Bond-Mythos näher bringen will:

    P.S.: "Skyfall" hat in den USA und Kanada am Wochenende satte 90 Millionen gemacht, damit liegt der Film weltweit bei 515 Millionen. Nächste Woche dürfte er an "Casino Royal" und "Quantum of Solace" vorbei ziehen. Der erfolgreichste Bond-Film aller Zeiten wird er allerdings kaum werden – Inflation und Ticketpreise eingerechnet hat "Thunderball" 1965 das Äquivalent von mehr als einer Milliarde Dollar eingespielt hat…

  • Zoff bei “Voice”? Wer gegen wen? Watt denn nu?


    Bei Shows wie "The Voice" geht es um ganz große Emotionen – habe ich mir sagen lassen. Ich schaue mir sowas nicht an. Nicht mein Genre, nicht mein Herzblut.

    Da diese Sendungen Melodramen und Mini-Stars im Minutentakt ausspucken, sind sie ein gefundenes Fressen für die Boulevardpresse, die hier Narrativen in einer Woche durchpeitschen kann, für die echte Promis mindestens ein halbes Jahr brauchen: heimliche Liebe, großes Outing, erster Streit, Versöhnung, Trennung. Manchmal so perfekt, dass es nur gescripted sein kann.

    Wenn es gerade mal kein Drama gibt, wird eins herbei geredet, wie ich heute bei meinem täglichen Schlagzeilen-Überflug von Bild.de feststellen musste…