Thema: Film, TV & Presse

  • BILD und die Blutsverwandtschaft: Der Wortvogel rät Al Pacino zum Vaterschaftstest


    Ich habe schon länger nichts mehr über die BILD geschrieben – primär deswegen, weil ich sie nicht lese. Heute bin ich bei der Recherche zu einem Artikel aber wieder auf so einen Mangel an journalistischer Trennschärfe gestoßen, für den die BILD nur deswegen nicht rot wird, weil sie schon rot ist.

    Es geht mal wieder um die unbedingte Bereitschaft, Bilder scharfen Weibsvolks, die man kostenlos von Firmen zwecks ebenso kostenloser Werbung gestellt bekommen hat, irgendwie ins Blatt oder auf die Webseite zu prügeln.

    So schafften es heute Bilder der Mode-Firma Ossira vom Model Camila Morrone auf die Titelseite bei BILD.de, ohne als Anzeige gekennzeichnet zu werden…

  • Recommended Reading: Filmblogs


    Wer mein Blog lange genug liest, der kennt auch ein paar der Filmblogs, die ich mag und uneingeschränkt empfehle. Badmovies, den Original Video Junkie und so Zeug. Aber manche dieser Blogs werden irgendwann eingestellt, andere nehmen eine Richtung, die mir nicht passt. Vor allem aber: Es kommen immer wieder neue dazu, die in meine permanente Linkliste wandern. Und von denen wollte ich euch heute ein paar empfehlen. Für lange Winterabende.

    1000 Misspent Hours And Counting ist ein Klassiker, die Webseite gibt es schon seit über 10 Jahren…

  • Hardcore-Horror für die Harten im Garten


    Isses nicht schön, wenn eine exotische Perle, nach der man lange gesucht hat, plötzlich wieder auftaucht – und dann sogar noch auf YouTube, wo man sie mit der Welt teilen kann?

    Nicht immer.

    Das kleine Fernsehspiel "Cherie mir ist schlecht" ist seit über 30 Jahren mein Totschlagargument zum Thema Wave-Horror und dem Rotz, für den seinerzeit öffentlich-rechtliche Gelder rausgeschmissen wurden. Ich kann mich gut erinnern, wie ich als 15jähriger begeistert und weit nach Bettzeit vor dem Fernseher kauerte und die Ansagerin den ersten auf Video gedrehten TV-Film versprach – mit Vampiren…

  • Festival Fiktiv: Wortvogels Wunschtrash-Programm


    Es wird auch 2015 wieder ein "B-Movie Basterds"-Festival geben und wenn man mich nicht mit wilden Hunden am Betreten des Saales hindert, bin ich auch wieder dabei. Aber natürlich wird dort NICHT laufen, was ICH sehen will – ich hatte dem doofen Acula (seit der Eheschließung vielleicht lieber Ankenstein?) eine List von Trashperlen geschickt, die er mit dem lahmen Verweis auf mangelnde Lizenzrechte, mangelnde Verfügbarkeit und mangelnde Qualität abschmetterte.

    Macht nix – euch zeige ich gerne, was MEINE 30 Favoriten für ein Trash-Festival wären:

    3 Supermänner räumen auf Sicher der unterhaltsamste Comic-Superheldenfilm aus dem südeuropäischen Raum der 60er…

  • The hercu-lesser of two evils: "The Legend of Hercules" & "Hercules"


    Ich wollte diesen Text morgen online stellen, aber da Oliver Naujoks heute ebenfalls beide Filme besprochen hat, will ich nicht hintenan stehen.

    The Legend of Hercules USA 2014. Regie: Renny Harlin. Darsteller : Kellan Lutz, Gaia Weiss, Scott Adkins, Roxanne McKee, Liam Garrigan u.a.

    Offizielle Synopsis: 1.200 vor Christus im antiken Griechenland: Königin Alkmene sucht verzweifelt nach einem Weg, ihr Volk von der tyrannischen Herrschaft ihres rachsüchtigen Ehemanns zu befreien. Der mächtige Göttervater Zeus erhört ihre Gebete und schenkt ihr einen Sohn, Hercules, zu dessen Bestimmung es wird, König Amphitryon zu stürzen und den Frieden im Land wiederherzustellen…

  • Sci-Fi Single Feature: "Predestination"


    Bevor ich mit den Blockbustern des vergangenen Sommer weitermache (zieht schon mal eine Sandale aus), schiebe ich noch kurz eine Kritik zu einem "kleineren" SF-Film ein. Bei "Predestination" zeigt sich ähnlich wie kürzlich bei "Anomaly", dass es immer wieder interessant sein kann, sich überraschen zu lassen. Ich habe den Streifen mit Ethan Hawke nämlich ohne jegliches Vorwissen in den Player geschoben. Warum die Credits umso erhellender waren, erzähle ich euch gleich…

    Australien 2014. Regie: Michael und Peter Spierig. Darsteller: Ethan Hawke, Sarah Snook, Noah Taylor

    Story : Ein Barkeeper, der in Wirklichkeit keiner ist, unterhält sich im New York der 70er mit einem deprimierten Mann, der in Wirklichkeit keiner ist – und beide haben Geschichten zu erzählen, die unglaublich scheinen und erst in der Kombination ihre komplexe Narrative preisgeben…

  • TV-Programm 2.0: Suchmaske statt Tabelle?


    Disclaimer: Dies ist ein Beitrag, den ich für das heute-Blog verfasst habe, der aber aus Abstimmungsgründen nicht dem Format entsprach, das die Redaktion sich gewünscht hatte. Weil ich die enthaltenen Schlussfolgerungen immer noch für stimmig halte, präsentiere ich ihn hier.

    Vom identitätsstiftenden Familienmagazin zum rotblauen Klon-Listing samt austauschbarer Blondine auf dem Cover: Mit der Vermehrung der TV-Sender ist eine Vermehrung der TV-Zeitschriften einher gegangen, die einen ruinösen Wettbewerb ausschließlich über den Preis betreibt. Dabei würde der Markt im Zeitalter des individualisierbaren Programmangebots ganz andere Ansätze brauchen…