Wortvogel vs. Prudence
Ich lese Slate ganz gerne – die haben gute Texte, interessante Themen und sind generell pragmatisch-liberal. Natürlich fahren sie mitunter auch diesen SJW/LGBTQ-Quatsch, bei dem man sich als weißer heterosexueller Mann schon beim Lesen vorsichtshalber wegducken möchte, aber das hält sich im Rahmen. Die Science Fiction-Webseite io9 ist da schlimmer.
Nur mit Vorsicht und sehr guter Laune kann ich allerdings die Berater-Kolumne "Dear Prudence" lesen. Hier oszilliere ich regelmäßig zwischen Entgeisterung und Fremdschämen, zwischen Faustindertasche und Knotenimmagen. Warum ich mir das trotzdem antue? Weil "Dear Prudence" eine exzellente Spiegelung amerikanischen Befindens darstellt – die Fragen wie die Antworten…
