Thema: Film, TV & Presse

  • Zeitreise mit der Brunftsirene: Tom Jones


    Ich war gestern mal wieder auf einem dieser "Legenden"-Konzerte, wie man sie gerne besucht, wenn man jenseits der 50 ist und der Überzeugung, dass zumindest in Sachen Musik die These stimmt "früher war alles besser". Ihr erinnert euch in dem Kontext vielleicht an Bryan Ferry, die Pet Shop Boys, Chris de Burgh und Tony Hadley.

    Und nun: Tom Jones.

    Das ist noch mal eine andere Liga. Tom Jones war einer der Lieblinge meines Vaters, der walisische Crooner lief neben Elvis und Roy Orbison bei uns permanent, als ich ein Kind war…

  • Blinder Voyeurismus: Facebook und die nackten Fakten


    Es ist bekannt, dass Facebook manuell und automatisch Inhalte filtert, die vom System als anstößig angesehen werden. Bisher hatte ich damit noch nie zu tun. Bisher.

    Dass die Algorithmen, die die Drecksarbeit erledigen, ungefähr so kompetent sind wie die Algorithmen, die mir angeblich "passgenaue" Werbung einblenden (aktuell: indische Kredite und Modellbausätze von Nazi-Flugscheiben), war mir allerdings nicht bewußt.

    Es trägt sich zu, dass ein Bekannter gestern dieses Cover eines alten Magazins zum allgemeinen Amüsement postet:

    Großes Tennis, keine Frage – aber angesichts der unbestreitbar nackten Tatsachen ein klarer Fall für die Facebook-Auto-Zensur…

  • Kino Kritik: Spider-Man – Far from Home


    USA 2019. Regie : Jon Watts. Darsteller: Tom Holland, Zendaya, Jake Gyllenhaal, Jon Favreau, Jacob Batalon, Marisa Tomei, Samuel L. Jackson, Cobie Smulders u.a.

    Story : Die Welt hat sich nach dem "Blip" verändert – als die Hälfte aller Menschen plötzlich verschwand und fünf Jahre später ebenso plötzlich wieder auftauchte, ohne gealtert zu sein (siehe die Ereignisse von AVENGERS: INFINITY WAR und AVENGERS: ENDGAME). Peter Parker freut sich auf ein bisschen Normalität in Form einer Klassenfahrt nach Europa und auf die Gelegenheit, MJ endlich zu sagen, was er für sie empfindet…

  • Funny Fantasy Double Feature: "Good Omens" & "What we do in the Shadows"


    Ich schaue längst nicht mehr so viel, wie ich will oder vielleicht sollte. Das ist das Ergebnis einer glücklichen Ehe und geregelter Schlafenszeiten. Früher, zu Anbeginn meiner Blogger-Zeit, hatte ich einen Standard-Spruch: "Ich gehe meistens gegen 23.00 Uhr ins Bett – das heißt nicht, dass ich dann schlafe". Üblicherweise habe ich bis 2 oder 3 Uhr Serien und Filme geguckt. Dieser addiert sehr üppige Timeslot fehlt mir heute.

    Das ist auch einer der Gründe, warum "binge watching" für mich nur selten in Frage kommt. Ich schaue lieber einzelne Episoden vieler Serien als viele Episoden einzelner Serien…

  • Kino Kurzkritik: X-Men – Dark Phoenix


    Angesichts des Urlaubs hier nur eine kurze Kritik zu "X-Men: Dark Phoenix" (den ich nur gesehen habe, weil ich unbedingt mal ins schöne Rigoletto-Kino in Stockholm wollte).

    Nach einem soliden Start der Quadrilogie und einem absoluten Rocker als Teil 2 hatte die X-Men-Saga mit dem letzten Teil ja ziemlich abgebaut. Generischer ging’s nimmer, da musste sich im Vergleich nicht mal DC schämen. "Dark Phoenix" reißt es zwar auch nicht mehr raus, erfüllt aber wenigstens den Anspruch des zweitklassigen Plots und der blassen Protagonisten im Stile eines straffen TV-Films…

  • B-Film Basterds 2019: Badmen returns (4)


    Zurück aus dem Weltall Letzter Tag, neues Glück. Schwarzweiß-Filme hatten wir noch nicht, also her damit. Und "Zurück aus dem Weltall" stellte sich als GANZ obskure Nummer heraus – ein deutscher Heimatfilm mit SF-Rahmengeschichte, präsentiert in der englisch synchronisierten US-TV-Fassung, die vermutlich noch ein wenig Footage von Raketen und Wissenschaftlern dazu gemischt hat.

    Lasst euch nicht täuschen: hier warten weder der Trip zum Mond noch die Begegnung mit Aliens. "Zurück aus dem All" nutzt den Testflug des Hundes "Wolf" dazu, um die Liebesgeschichte eines Tierarztes und einer Lappländerin zu erzählen…

  • B-Film Basterds 2019: Badmen returns (3)


    Weiter im Text.

    FWU Kurzfilme Nächster Tag, guter Einstieg – wieder mal ein paar Schul-Lehrfilme. Die sind immer kurz, knackig und mit dem offenen Ende ganz anders gestaltet als die üblichen Festivalkracher. Diesmal bekamen wir einen bezaubernden englischen Zeichentrickfilm über einen Zahnarzt zu sehen, der an seinem Geburtstag einfach die Schnauze voll hat von seinem Spießerleben. Dazu eine Episode des Maulwurfs aus der "Sendung mit der Maus". Und eine Folge der Science Fiction-"Serie" "Raumschiff Terra 12" mit Robert Atzorn, die niemand je zum "deutschen Star Trek" erklären wird…