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  • Das beste TV-Jahr aller Zeiten


    Ich vermisse die 90er. Nicht generell. War so ein Jahrzehnt, das man auch hätte weglassen können. Alles nur retro, nix Neues mehr, scheiß Musik, scheiß Klamotten, und scheiß Politik. Kannze eigentlich knicken. Oder die 80er wiederholen.

    Aber Fernsehen gab’s da!

    Vor ein paar Tagen fiel mir auf, wie sehr ich die klassische Sitcom vermisse. Das, was man in Fachkreisen "multiple camera sitcom" nennt. Derzeit regiert ja die "single camera sitcom", die im Stil von Dramaserien produziert wird: "The Office", "My Name is Earl", "Scrubs", "Arrested Development"…

  • Wenn Spammer pampig werden…


    Alle ein bis zwei Wochen schaue ich in den Spamfilter meines Email- Accounts, um sicherzugehen, dass keine reguläre Email dort feststeckt. Dabei gönne ich mir den Spaß, die Spams mit den absurderen Headern kurz zu überfliegen (die Nigeria- Scammer versuchen es mittlerweile auf die romantische Tour, na sowas!).

    Besonders herausragend fand ich heute die Betreffzeile einer Email von "Ebay" (ja klar):

    Wie oft sollen wir Sie noch anschreiben, Ihr Geld abzuholen ?

    Geld? Ich? Wo muss ich unterschreiben?

    Sagen Sie mal,

    Ich wollte mich ja in umtaufen lassen – aber das Standesamt hat nicht mitgespielt…

  • Sim Country


    Guyana bietet Großbritannien seinen Regenwald an – der fast so groß ist wie Großbritannien selbst. Im Gegenzug will das Land wirtschaftliche Unterstützung: SPIEGEL-Artikel.

    Neu ist die Idee nicht: In einem Godzilla-Film der 90er hatten die Japaner in der Zukunft weite Teile Afrikas gekauft (so ich mich recht erinnere), und brutal zu Ende gedacht wurde das oben genannte Szenario in einem Comic ("Martha Washington" von Frank Miller vermutlich, könnte aber auch mal wieder "Watchmen" von Alan Moore gewesen sein). Ich selbst hatte vor 15 Jahren die Idee, unter dem Titel "Deal of the Century" einen Roman zu schreiben, in dem ein Billionär vom Schlage Bill Gates aus lauter Langeweile ein bankrottes Land aufkauft, bei der Sanierung letztlich aber an Politik und verknöcherten soziopolitischen Strukturen scheitert…

  • Im Auftrag des Agenten…


    Die Frage kam gestern wieder auf – und nicht zum ersten Mal. Wie ist das mit Agenten in meiner Branche? Braucht man sie – oder sollte man sie erschießen, sobald man sie sieht? Parasitäre Lebensformen oder hilfreiche Heinzelmännchen, die sich schützend vor den Autor werfen, wenn es hart auf hart kommt? Segen oder Fluch? Beides?

    Zuerst einmal: Ich selbst habe mich 12 Jahre ohne Agent durch die Branche gekämpft. Übersetzer, Sachbuchautor, Romanautor, Drehbuchautor – geht alles auch auf eigene Kappe und Verantwortung. Dazu braucht man allerdings ein gesundes Ego und die Rückendeckung, auch mal was falsch machen zu dürfen…

  • Zwischenstand


    Nein, der Wortvogel ist nicht ins Klo gerutscht. Und ins Ausland fliehen musste er auch nicht. Der Wortvogel muss derzeit (schockschwerenot!) arbeiten. Eine (nicht) gänzlich neue Erfahrung, noch dazu mit allem, was bei trostloser Lohnarbeit dazu gehört: Langweiliges Büro, hässlicher Schreibtisch, und festgelegte Arbeitszeiten (allerdings nicht festgelegt genug, um Überstunden und Wochenend-Schichten zu verhindern).

    Bis ich dazu komme, das Drama in seiner ganzen Breite zu erzählen, verrate ich euch hier erstmal, um was es geht: Ein großer Privatsender hat bei diversen ebenso großen Produktionsfirmen jeweils vier bzw…