BILD: Business as usual
BILD hat derzeit praktisch den gesamten Webauftritt dem Massaker in Winnenden gewidmet – in geschmackvollem Schwarz, aber mit dem üblichen Mangel an Rücksicht oder Pietät. Es hätte schon geholfen, kein Bild von der Reporterin vor Ort zu zeigen, die freundlich lächelt. Kleinigkeiten.
Sich darüber zu echauffieren, halte ich für sinnlos – so macht BILD das eben. Zyniker könnten sagen, so ein Blutbad ist für das Springer-Blatt (und andere, machen wir uns nichts vor) ein Geschenk. Sensationspresse braucht Sensationsnachrichten, und das hier ist eine.
Erstaunt hat mich eigentlich nur, wie lässig BILD weiter unten zum Tagesgeschäft übergeht:
Wäre es nicht einen Tacken besser gewesen, unter die Berichterstattung von Winnenden den Politik-Kasten zu setzen…
