Thema: Neues


  • Die Popcharts 1990: Dance, my little monkeys, dance!


    Es hatte sich seit 1985 angekündigt – die 80er würden der Plastikbuntelectro-Attacke der 90er nicht ewig standhalten können. Obwohl ich gerne predige, dass sich die Kultur der Jahrzehnte nicht exakt an deren Jahren von 0 bis 9 festmachen lässt, so lässt sich schwer bestreiten, dass nach einem bereits schwer verdaulichen 1989 irgendwas kippte. 1990 ist – wenn man es im Spiegel der deutschen Single-Charts betrachtet – ein abgrundtief verachtenswertes Jahr:

    Electro, Eurodance, mit den New Kids die erste Mega-Boygroup – und vor allem: recyceltes Altmaterial in Form von Rereleases, Coverversionen, Remixes und Samples…

  • Ay Corona! Immer schön positiv bleiben


    Es fängt vor über drei Wochen an – Husten. Immer mal wieder. Einmal, zweimal, dann wieder Ruhe für ein paar Minuten. Keine Panik. Vor zwei Wochen beginnt die Husterei die LvA zu nerven. Das ist doch nicht normal. Vielleicht zum Arzt?

    Klar stellt man sich 2022 die Frage: Corona? Aber ich bin dreimal geimpft und permanent getestet. Die Wissenschaft sagt nein. Also weiter husten. Insgeheim: könnte ja auch ein Tumor in der Lunge sein. Will ich das wissen?

    Zum Geburtstag der LvA letzte Woche ein paar Tage nach Franken…

  • Des Scanners Not, des Lesers Lohn: 27.000 Seiten in Handarbeit


    Wir hatten das Thema schon öfter und ich hege den Verdacht, dass das hier nicht der letzte Beitrag über meine Bemühungen sein wird, mein Zeitschriften-Archiv zu digitalisieren. It’s a work in progress.

    Genau genommen muss ich auf diesen Artikel von 2008 (!) verweisen. Damals schrieb ich über ein kurzlebiges Portal namens Mygazines, auf dem man aktuelle Zeitschriften am Bildschirm lesen und runterladen konnte. War natürlich satt illegal. Mittlerweile gibt es diverse Klons dieses Angebots und mit Readly eine ziemlich potente legale Version – ein ultimativer digitaler Kiosk zum Pauschalpreis…

  • Virtual Insanity: Hollywoods Cyber-Phantasien der 90er


    Cyberspace. Das war in den frühen 90ern ein magisches Wort, eine Mischung aus Technik und Fantasy, die uns den Eintritt in neue Welten versprach – mittendrin statt nur dabei. Teil des Spiels, Teil der Welt, Teil der neuen Realität sein. Ein Leben zwischen Bits & Bytes, weitab von der schnöden Realität mit Regen und schmerzenden Knien.

    Weil das Thema Cyberspace (meistens austauschbar mit Virtual Reality verwendet) so sexy visuell ist, stürzte sich Hollywood mit seinem gesamten Gewicht darauf – und produzierte eine Menge an unfassbarem Blödsinn, der oft genug nicht mal die grundlegenden Prinzipien der Computerwelten verstanden hatte…

  • Dall-E 2: Mein erster Tag mit der Digitalkunst-Revolution


    Ich habe in den letzten Monaten immer mal wieder über KI-kreierte Kunstwerke gesprochen. Das ging von rudimentären Ansätzen wie bei Wombo bis zu komplexen "text to picture"-Systemen wie MidJourney. Die Ergebnisse faszinieren, sind aber momentan noch mehr Experiment als Ersatz für echtes Grafikdesign.

    Nun entwickelt sich die KI-Grafik mit einer Geschwindigkeit, die schwindelig macht. Demnächst erscheint ein Roman von Olaf Stapledon in einer illustrierten Fassung. 700 vierfarbige Zeichnungen, kreiert von MidJourney und in 100 Stunden zu einer Art Graphic Novel verarbeitet. Das bedeutet: eine Illustration pro 8 Minuten…

  • Blindkauf: Die Big Books Mystery Box! (Kater nicht inbegriffen)


    Wir hatten das Thema vorgestern – und heute geht es wieder um die Haushalts-Entschlackung. Diesmal allerdings zu eurem Vorteil. In den 16 Jahren, in denen ich diesen Blog betreibe, habe ich wahrlich oft daheim und im Rahmen von Umzügen aufgeräumt und in die Jahre gekommene Ware unter die Leser gebracht. Mal verschenkt, mal verkauft.

    Es liegt in der Natur der Sache, dass die Pakete immer wertvoller werden, weil das, was ich raushaue, zum immer kleineren Kreis meiner "Liebhaberstücke" gehört, auf die ich in den letzten 16 Jahren (noch) nicht verzichten wollte…

  • Die Popcharts 1989: Eine letzte Ehrenrunde der 80er


    Francis hat sich ein wenig mehr Zeit als üblich mit der neusten Compilation gelassen. Es sei ihm vergönnt. Hier war ja auch viel los.

    Im Grunde genommen kann ich für 1989 alles wiederholen, was ich über 1988 geschrieben habe: viel gesichtsloser Radiopop, eine brutale Dominanz von Stock, Aitken & Waterman, ein tapferes Durchhalten von Pop-Größen der frühen 80er. Die Pet Shop Boys produzieren Hits für fast so viele andere Künstler wie Dieter Bohlen. Marianne Rosenberg singt deutsch und englisch. Weder Kool & The Gang noch Marillion können mit frischen Sängern punkten…