Thema: Neues


  • Streaming-Kritik: BILL & TED FACE THE MUSIC


    USA 2020. Regie: Dean Parisot. Darsteller : Keanu Reeves, Alex Winter, Samara Weaving, Brigette Lundy-Paine, Kristen Schaal, William Sadler, Erinn Hayes u.a.

    Story : Eigentlich hätten die Teenager Bill und Ted, aka die Wyld Stallyns, mit einem kraftvollen Rocksong die Menschheit, die Erde und die Zukunft retten sollen. Dummerweise sind sie nie dazu gekommen, den Song tatsächlich zu schreiben und nun droht die völlige Auflösung aller Realitäten – in 77 Minuten. Weil für die Arbeit im Studio keine Zeit bleibt, kapern die beiden alt gewordenen Slacker eine Zeitmaschine, um den Song quasi von sich selbst zu klauen…

  • Der Wortvogel kocht – und kriegt was gebacken


    Ich hatte ja schon erzählt, dass ich mich in letzter Zeit (und eigentlich erstmals in meinem Leben) mit richtigem Kochen & Backen beschäftige. Es ist nicht so, dass ich als Single-Mann (bevor ich eine Frau heiratete, die sowohl kochen als auch backen kann) nur von LIDL-Pizza gelebt habe: Kartoffeln, Frikadellen, Spaghetti Bolognese, Fisch und ein paar Kuchen – ich kam klar. Das meiste war allerdings Fertigfutter. Neue Sachen nach Rezept – da fehlte mir immer die Geduld und vor allem die Gesellschaft, in der ich das genießen konnte…

  • Filmverbrechen-Fotostory: <br>DREI SCHWEDINNEN AUF DER REEPERBAHN oder: <br>Große Frechheit Nr. 7 (NSFW)


    Ich habe ein paar Tage frei (Resturlaub abfeiern) und obwohl ich die Fotostorys lieber homöopathisch auf das Jahr verteile, fühle ich das Kribbeln in mir, erneut in die Retzer-Hölle abzusteigen. Ganz besonders deshalb, weil DREI SCHWEDINNEN AUF DER REEPERBAHN so eine Art Seelenverwandter von DIE SCHULMÄDCHEN VOM TREFFPUNKT ZOO ist: gerade mal ein Jahr später gedreht, gleicher Autor, gleicher Regisseur, teilweise gleiche Darsteller. Auch hier wird der billige Bumsfilm mit sozialkritischen Ansätzen aufgehübscht und statt fröhlicher Urlaubsatmosphäre der damals so beliebten Ferienkomödien konzentriert man sich auf urbane Trostlosigkeit: dort die Gegend um den Bahnhof Zoo, hier das (damals noch extrem schmierige) Nachtklub- und Prostitutionsviertel Sankt Pauli…

  • Filmverbrechen-Fotostory: <br>DIE SCHULMÄDCHEN VOM TREFFPUNKT ZOO oder: Flotte Teens mit Heroin in den Jeans


    Ersparen wir uns die übliche Einleitung, warum ich mir so etwas antue. Ich bin sehenden Auges in dieses Screening gegangen, hatte eine ziemlich präzise Vorstellung, was mich erwartet – I have no one to blame but myself.

    Das Thema Otto W. Retzer hatten wir ja schon mehrfach, allerdings meistens im Kontext seiner harmlosen Bums & Blödel-Filme, die zwar gerne subkutan unfassbar menschenfeindlich und zynisch sind, nach außen jedoch nur spielen wollen. Das deckt aber lediglich eine Seite von Retzers Schaffen ab – der Mann hat rührselige TV-Filme ebenso produziert wie Asia Trash:

    Es gab letztlich keinen cineastischen Zaster-Zug, auf den Retzer nicht aufgesprungen wäre – was uns zu DIE SCHULMÄDCHEN VOM TREFFPUNKT ZOO bringt…

  • Doc Acula: Requiem aus dem SchleFaZ-Führerbunker (Nachtrag)


    Abt.: Das hätte ihm gefallen…

    Kurz nach der Beerdigung von Doc Acula bekam ich Nachricht aus dem Badmovies-Team – man bemühe sich, Oliver Kalkofe über Social Media zu kontaktieren, damit er vielleicht in der neuen Staffel SchleFaz eine kleine Huldigung des verstorbenen Webmasters offeriere. Schließlich war Kalkofe selber Leser der Badmovies-Seite und hatte kundgetan, dass er die Idee zur Verwurstung von ATOR einem Review des Docs entnommen hatte:

    Leider klappte das mit der Kontaktierung über Facebook und Twitter nicht.

    Nun habe ich Oliver Kalkofe über die Jahre mehrfach getroffen…

  • Archivschätze: What we (not actually) lost in the fire…


    Es ist eine wahrlich gut dokumentierte Geschichte, dass ich meinen ernsthaften beruflichen Werdegang bei der Fernsehzeitschrift GONG begonnen habe. Von 1990 bis 1995 habe ich in der Nordendstraße in Schwabing gearbeitet – da sitzt der Verlag auch schon seit 20 Jahren nicht mehr.

    Bevor ich zum eigentlichen Thema komme, etwas Hintergrund: Der GONG wurde 1948 als reine Radio-Zeitschrift gegründet, erst fünf Jahre später kam das erste Fernsehprogramm dazu. Eher konservativ in der Ausrichtung (auch aufgrund einer Beteiligung der Kirche am damaligen Verlag), hatte der GONG immer ein etwas truschiges Image – trotz Fotoromanen zu Serien wie STAR TREK und einer Beraterseite des Sex-Gurus Ernst Bornemann…

  • Höllenfahrt mit zwei Katzen


    Es ist eine Geschichte, die ich erst jetzt erzählen kann, obwohl sie ein halbes Jahr her ist. Ich habe so lange gebraucht, bis ich sie selber verarbeitet habe.

    Wer mein Blog schon etwas länger liest der weiß, dass wir zwei extrem chillige Katzen besitzen, Becky und Rufus:

    Die sind durch nix aus dem Gleichgewicht zu bringen, und das beinhaltet sogar das Feuerwerk an Silvester. Neue Menschen, fremde Gerüche, Fußball im Fernsehen? Alles hoch spannend.

    Es gibt exakt eine Sache, die unsere beiden so gar nicht abkönnen: Autofahrten…