Thema: Fotostory


  • Filmverbrechen-Fotostory:
    COLA CANDY CHOCOLAT(E) – oder: Fokus auf den Lokus (4)


    Wir kommen endlich auf die Zielgerade – es bleibt mir ein Rätsel, warum ausgerechnet ein so dünnes Filmchen eine so lange Fotostory bedingt. Aber ich tue nur meine gottverdammte Pflicht, also müssen wir da durch. Gemeinsam.

    Da mit dem Finale von Teil 3 ja geklärt ist, dass Andreas zu Gaby gehört, braucht CCC eigentlich nur noch "aufzuräumen". LISA-typisch heißt das, dass alle Plots und Figuren mit Blick auf den Nachspann gnadenlos abgewickelt werden.

    So kommt es, dass Johnny ansatzlos und reuig bei Pfarrer Herbert hockt und sich für seine Scherzkeksereien entschuldigt:
    Der Klerus neigt – wie es dem Klerus immanent ist – zur Gewalt, sieht sich dabei aber vom "capo in absentia" zur Milde gemahnt:

    Und so sitzen sie beim Bischof im Bemühen, das verursachte Chaos irgendwie in geordnete Bahnen zu lenken und einen bürgerlichen status quo herzustellen:

    Der Bischof kann vergeben, aber nicht vollständig vergessen – von seinem Lakaien gibt es einen saftigen Arschtritt für den gänzlich am Chaos unschuldigen Pfarrer:

    Nun ist die Hochzeit von Christine und Andreas wieder auf der Agenda – was zumindest eine Hälfte des Paares sichtlich freut:

    Andreas hat nicht mal jetzt die Eier, reinen Tisch zu machen – als absoluter "simp" passt er perfekt zur intriganten und narzisstischen Gaby:
    Einem intelligenteren Drehbuch würde ich glauben, dass die folgende Strategie zur Hochzeitsvermeidung eine glaubwürdige Korruption von Andreas' Charakter durch Gaby darstellt – er besorgt sich nämlich pharmakologischen Beistand:

    Es wird niemanden wundern, dass dieses Abführmittel so penetrant lange im Bild bleibt, dass eine Produktionsbeihilfe des Herstellers unterstellt werden darf:Zum gemeinsamen Schmaus am Abend vor der Trauung bringt Andreas das Abführmittel in den ausgeschenkten Alkoholika unter:

    Als jemand, der in exotischen Resorts Urlaub gemacht hat, weiß ich zumindest zu berichten, dass die vor Ort hergestellten Spirituosen den gewünschten Effekt auch ohne Laxativ zu verursachen in der Lage sind…

  • Filmverbrechen-Fotostory:
    COLA CANDY CHOCOLAT(E) – oder: Männer mit Gewalt (3)


    Okay, schauen wir mal, ob wir das Elend in drei Teilen hinter uns lassen können.

    Christine ist entschlossen, sich des Gemächts des Geliebten zu bemächtigen. Aus seinem Mangel an Begeisterung könnte sie vielleicht schließen, dass sie mit Andreas nicht alt und glücklich werden wird – tut sie aber nicht.

    Auch Andreas könnte vielleicht mal in sich gehen. Das ist ja definitiv kein "match made in heaven". Darf es wegen des gewünschten Happy Ends auch nicht sein.

    Sex also? Nein. Geht ja auch wegen der Jugendfreigabe nicht…

  • Filmverbrechen-Fotostory:
    COLA CANDY CHOCOLAT(E) – oder: Schimpansen und andere Affen (2)


    Nachdem unsere "Helden" mit einer viermotorigen Maschine gestartet, aber mit einer zweimotorigen Maschine auf den Philippinen gelandet sind, kann das losgehen, was die LISA gerne "Handlung" nennt, was aber mit "Mumpitz" meist erheblich besser umschrieben ist.

    Mehr noch als bei anderen LISA-Filmen ist das gesamte "Münchner Intro" von 12 Minuten ein Wurmfortsatz zur Streckung der Laufzeit. Die Figuren begegnen sich konkret erst vor Ort und es gibt kein erzählerisch relevantes Element, das aus der bayerischen Hauptstadt mitgebracht wird.

    Es ist vielleicht ganz interessant, an dieser Stelle auf die Genese von COLA CANDY CHOCOLATE einzugehen…

  • Filmverbrechen-Fotostory:
    COLA CANDY CHOCOLAT(E) – oder: Ringelpiez mit Ausziehen (1)


    LISA, why can’t I quit you?! Ich würde gerne mal wieder was anderes besprechen, aber immer wenn es an die Auswahl geht, bleibe ich bei den drögen Bumskomödien der Österreicher aus der Zeitenwende 70er/80er kleben. Die sind so scheiße wie schmerzfrei und lassen sich schön leicht recherchieren. Ich gelobe aber Besserung und mehr Abwechslung bei den Fotostorys.

    Heute geht es um einen Film, der in Sachen Crew, Produktion und "Story" so eine Art Blaupause der LISA darstellt – hier ist wirklich jedes Element erwartbar, recycelt, und sattsam bekannt…

  • Filmverbrechen-Fotostory: Bunte Extras von Könnern für Kenner


    Heute mal was ganz anderes – es gibt zu drei meiner Fotostorys (wie ich finde) interessante Updates, die ich mit euch teilen möchte.

    Fangen wir mit dem Kleinkram an.

    BONDITIS : Als ich den Film 2021 in seine Einzelteile zerlegt habe, war er noch ein gesuchtes Kleinod, verfügbar nur als miserabler VOX-Mitschnitt auf VHS-Kassette. Durch Zufall habe ich nun entdeckt, dass er seit letztem Jahr nicht nur offiziell, sondern auch noch liebevoll restauriert auf diversen Plattformen verfügbar ist:

    TV-PIRATEN – SENDER FREIES BILK : Der Regional-Trash aus meiner Heimatstadt (zeitweise sogar meinem Heimatviertel) kommt noch mal ins Kino…

  • Filmverbrechen-Fotostory: BEI ANRUF LIEBE (2) oder: Eine ganz falsche Nummer (NSFW!)


    Es ist erfreulich einfach, einen Episodenfilm in mehreren Teilen zu besprechen, weil man nicht rekapitulieren muss, was vorher geschah. Susanne Bonneik, die olle Olga, der Telefon-Sex beim Bügeln – alles vorbei und vergessen.

    Wir lernen nun eine Dame kennen, die "Hostessen" vermittelt, sich aber seltsam vage hält bei der Frage, was genau denn die Hostessen-Dienste sind.

    Ahhh, der alte Münchner Flughafen in Riem. Ich habe ihn noch erlebt, habe in den ausgedienten Hallen die Leningrad Cowboys gesehen, danach auf dem Gelände die BuGa besucht, und wohne nun einen Steinwurf vom neuen Stadtviertel entfernt, das dort entstanden ist…

  • Filmverbrechen-Fotostory: BEI ANRUF LIEBE (1) oder: Kein Erguss unter dieser Nummer (NSFW!)


    Für den aktuellen Fotostory-Filmabend mit dem Frankster standen COLA, CANDY, CHOCOLATE und SUMMER NIGHT FEVER und BEI ANRUF LIEBE zur Auswahl. Es war primär der Drehort München, der uns zum Letzteren verführte. Es macht uns Spaß, die Drehorte zu identifizieren und die Veränderungen in den letzten 40 Jahren zu begutachten.

    Es ist auffällig, dass die LISA in den frühen 80ern mit größerem kommerziellen Erfolg auch eine Rückkehr zur "seriösen" Komödie anstrebte, mit Stars wie Gottschalk, Uschi Glas und David Hasselhoff. Der Softsex wurde immer weiter zurück geschraubt, das Produktionsniveau erhöht…