Thema: Film, TV & Presse

  • 80s defined: Die Popcharts 1984


    1984. Wir alle schauten jede Woche dienstags Formel Eins, ich war das erste Mal verliebt und am Wochenende war irgendwo immer "Fete". Ich schmiss meine erste und einzige Teenager-Party. Von meinem Vater bekam ich ausgelesene Playboys, der Auszug meines Bruder bedeutet erstmals ein eigenes Zimmer – und meine Nebenjobs brachten tatsächlich so etwas wie Geld rein, das ich in McDonalds, Kino und Computerspiele investierte.

    Mehr 80er geht nicht.

    Die Musik dieses Jahres ist etwas weniger experimentell, cool und souverän als noch im Jahr zuvor. Aber sie ist mehr Mainstream – hier starten Mega-Karrieren, hier bedient sich der Fundus der 80er Radio-Sender bis heute:

    Ich spiele euch mal wieder ein paar persönliche Highlights in voller Länge…

  • TROLLS WORLD: Auferstanden aus Ruinen?


    Vor zwei Jahren habe ich nach neun teilweise exorbitanten Postings meine Berichterstattung zu TROLLS WORLD/UNDER CONTROLL beendet. Die Luft war raus, alle Beteiligten hatten sich in Beleidigungen und Drohungen erschöpft.

    Nun liegt es in der Natur der Sache, dass auch die Zeit ein guter Schiedsrichter ist und es manchmal ausreicht, einfach abzuwarten… na ja, "wer gewinnt" wäre zu hoch gegriffen. Eher "wer sich wieder aufrappelt". Bei den meisten Blog-Battles des Wortvogels hat mir vielleicht nicht ein Gericht, aber die Geschichte Recht gegeben. All die großen (Maul)helden, an deren Ruhm ich mich parasitär hängen wollte, sind in der Versenkung verschwunden, Katusin so wie Vorlander, Kammermeier so wie Mehler…

  • First Look: GUARDIANS OF JUSTICE, OUR FLAG MEANS DEATH, TROPPO, THE BOYS PRESENTS: DIABOLICAL


    Ich habe diese Woche ein wenig Freizeit genutzt, um diverse Serien-Neustarts zu schauen. Ein paar stehen noch aus (z.B. MURDER IN PROVENCE), andere habe ich erstmal auf Halde gelegte (die zweite Staffel PICARD ging mir bereits nach zehn Minuten unsäglich auf den Senkel). Wie üblich schaue ich mich dabei eher etwas abseits vom Mainstream um, weil – Mainstream kann jeder.

    THE GUARDIANS OF JUSTICE Den Anfang macht eine neue Superheldenserie, die wie THE BOYS, JUPITER’S LEGACY und INVINCIBLE ein dunkles Spiegelbild der Justice League präsentiert, um daraus eine genüssliche und gewalttätige Dekonstruktion des DC-Universums zu stricken…

  • Abandoned: ZURÜCK NACH WESTERLAND – DER ÄRZTE-FILM


    Über dieses Projekt kann ich nur wenig erzählen, ich kann es nicht mal bebildern. Aber ich will davon erzählen, bevor ich es vergesse. Ist ja auch schon locker 15 Jahre her (und selbst diese Einschätzung basiert auf vagen Erinnerungen).

    Es ist bekannt, dass die Berliner Kultband DIE ÄRZTE filmverrückt ist. Sie sind mit Buttgereit befreundet und Bela B lässt keine Gelegenheit aus, sich vor irgendeiner Kamera zu produzieren, und sei es im SAT.1-Vampir-Schmonzes LAILA – UNSTERBLICH VERLIEBT. 1985 hatten die Jungs ja auch schon mal in dem Low Budget Sponti-Streifen RICHY GUITAR mitgespielt:

    Aber das war mir zu wenig…

  • Spoilerzone: THE BATMAN


    Ich mühe mich ja mittlerweile, meine Reviews weitgehend spoilerfrei zu halten. Eine Ausnahme ist das Fantasy Filmfest, das die meisten von euch die Filme kaum jemals zu sehen bekommen. Das Problem: Ich MÖCHTE ja spoilern. Ich MÖCHTE über Logikfehler und Twists sprechen. Also mache ich ab heute – wenn es anliegt – eine Spoilerzone auf. In diesen Artikeln werde ich berichten, was mir aufgefallen ist und im Review keinen Platz hat. Darum solltet ihr diesen Bereich auch nur betreten, wenn ihr den Film selber gesehen habt – oder es euch schlicht nicht schert, wenn ihr gespoiltert werdet…

  • Kino Kritik: THE BATMAN (spoilerfrei)


    USA 2022. Regie: Matt Reeves. Darsteller : Robert Pattinson, Zoë Kravitz, Paul Dano, Colin Farrell, John Turturro, Peter Sarsgard, Jeffrey Wright, Andy Serkis, Rupert Penry-Jones u.a.

    Story : Gotham City befindet sich in einem miserablen Zustand und auch die nächtlichen Streifzüge des Vigilanten Batman ändern nichts an der alles durchdringenden Korruption und Verzweiflung. Als der Bürgermeister nur der erste der Honoratioren ist, der einem brutalen Mord zum Opfer fällt, stellt sich die Frage, ob die düstere Metropole noch Schulden der Vergangenheit hat, die nie beglichen wurden…

  • BRAVO-Zeitreise (2): Früher war alles besser – aber viel schlimmer


    ACHTUNG! Es wird wieder sexy, spießig, gruselig, peinlich UND doof!

    Um 1960 rum war er mit Abstand (neben Horst Buchholz) der populärste "Coverboy" der BRAVO: Freddy Quinn. Die Jugendkultur, die das Blatt prägen sollte (und umgekehrt), war noch nicht ausreichend geformt, die Vorlieben der Eltern galten als fast deckungsgleich mit denen der Teenager.

    Es ist daher fast ein Treppenwitz der Geschichte, dass sich Quinn, als die Jugend ein paar Jahre später endlich ihre Stimmung und Haltung fand, zu einem widerlichen Stück Spießerpropaganda hinreißen ließ:

    Oktober 1968: Summer of Love, die Hippies, freie Liebe, Drogen und experimentelle Musik erschüttern das Nachkriegsweltbild…