Thema: Film, TV & Presse


  • Vergessene Fantasy- und Science Fiction-Franchises (1): RoboCop, Starship Troopers, Universal Soldier


    Jeder kennt STAR WARS. Jeder kennt STAR TREK. Jeder kennt SUPERMAN. Es sind Franchises, die Milliarden eingespielt haben und so ziemlich in jedem Medium erfolgreich waren: Film, Fernsehen, Radio, Comic. Es gibt so viele Bücher, Artikel und Dokumentationen über sie, dass viele meiner Kollegen davon leben können, ausschließlich ihrer Lieblingsfranchise die Eier zu kraulen.

    Für jede erfolgreiche Franchise gibt es aber auch zehn, die nach einem bemühten Start einfach nicht über die Ziellinie kamen. So hatte man in die erste Verfilmung der DOC SAVAGE-Pulpromane einiges an Hoffnung und Geld investiert:

    Nicht anders bei REMO WILLIAMS, ebenfalls basierend auf einer Pulp-Reihe – einer der großen Flops des Kinojahres 1985:

    Mit EARTH STAR VOYAGER wollte Disney eine Art Teenager-STAR TREK etablieren, es blieb allerdings bei der (hierzulande auf Video veröffentlichten) Miniserie:

    Das sicher bekannteste Beispiel der letzten Jahre ist der Versuch von Universal, seine klassischen Horrorfiguren aus den 30er Jahren als "Dark Universe" zu einer MCU-Konkurrenz zu zimmern…

  • SUMURU: Mein schönstes Geburtstagsgeschenk


    Ja, ich habe heute Geburtstag. Da ich aber mit Corona flach liege, bin ich noch weniger als sonst gewillt, deswegen Wind zu machen. It is what it is. Stattdessen sitze ich phlegmatisch in meinem Arbeitssessel und schreibe an ein paar Blogbeiträgen. Bei der Recherche stoße ich zufällig auf etwas, das mich vor Vergnügen quietschen macht: Der populäre YouTube-Kanal <a href=" Recapped (3,14 Millionen Abonnenten!) hat sich vor ein paar Tagen an meinem SUMURU abgearbeitet! Das Video hat bereits unfassbare 717.000 Aufrufe!

    Es dürfte kaum eine bessere und/oder kürzere Methode geben, sich einen eigenen Eindruck vom Film zu verschaffen, ohne ihn komplett anschauen zu müssen:

    Stört mich die Häme der Nacherzählung oder der Kommentatoren…

  • Die Popcharts 1990: Dance, my little monkeys, dance!


    Es hatte sich seit 1985 angekündigt – die 80er würden der Plastikbuntelectro-Attacke der 90er nicht ewig standhalten können. Obwohl ich gerne predige, dass sich die Kultur der Jahrzehnte nicht exakt an deren Jahren von 0 bis 9 festmachen lässt, so lässt sich schwer bestreiten, dass nach einem bereits schwer verdaulichen 1989 irgendwas kippte. 1990 ist – wenn man es im Spiegel der deutschen Single-Charts betrachtet – ein abgrundtief verachtenswertes Jahr:

    Electro, Eurodance, mit den New Kids die erste Mega-Boygroup – und vor allem: recyceltes Altmaterial in Form von Rereleases, Coverversionen, Remixes und Samples…

  • Final Thoughts: SHE-HULK – DIE ANWÄLTIN


    SHE-HULK ist vorbei. Neun Folgen rum. Zeit für eine Rückschau, die man in diesem Fall auch eine Abrechnung nennen darf.

    DAS ist die Serie, die Frauen mit Frauen über Frauen drehen, wenn man sie im MCU endlich mal ans Ruder lässt? DAS ist der Gegenentwurf zu den pubertären, steroiden, technophilen Spektakeln der letzten 13 Jahre? DAS ist gelebtes "female empowerment", Blaupause für eine feministische Nische im Marvel-Universum?

    SHE-HULK leidet nicht primär daran, dass die Serie schlecht ist. Im Gegensatz zu einigen anderen Kritikern fand ich die CGI nicht perfekt, aber für eine Miniserie völlig okay…

  • Des Scanners Not, des Lesers Lohn: 27.000 Seiten in Handarbeit


    Wir hatten das Thema schon öfter und ich hege den Verdacht, dass das hier nicht der letzte Beitrag über meine Bemühungen sein wird, mein Zeitschriften-Archiv zu digitalisieren. It’s a work in progress.

    Genau genommen muss ich auf diesen Artikel von 2008 (!) verweisen. Damals schrieb ich über ein kurzlebiges Portal namens Mygazines, auf dem man aktuelle Zeitschriften am Bildschirm lesen und runterladen konnte. War natürlich satt illegal. Mittlerweile gibt es diverse Klons dieses Angebots und mit Readly eine ziemlich potente legale Version – ein ultimativer digitaler Kiosk zum Pauschalpreis…

  • Virtual Insanity: Hollywoods Cyber-Phantasien der 90er


    Cyberspace. Das war in den frühen 90ern ein magisches Wort, eine Mischung aus Technik und Fantasy, die uns den Eintritt in neue Welten versprach – mittendrin statt nur dabei. Teil des Spiels, Teil der Welt, Teil der neuen Realität sein. Ein Leben zwischen Bits & Bytes, weitab von der schnöden Realität mit Regen und schmerzenden Knien.

    Weil das Thema Cyberspace (meistens austauschbar mit Virtual Reality verwendet) so sexy visuell ist, stürzte sich Hollywood mit seinem gesamten Gewicht darauf – und produzierte eine Menge an unfassbarem Blödsinn, der oft genug nicht mal die grundlegenden Prinzipien der Computerwelten verstanden hatte…

  • Die Popcharts 1989: Eine letzte Ehrenrunde der 80er


    Francis hat sich ein wenig mehr Zeit als üblich mit der neusten Compilation gelassen. Es sei ihm vergönnt. Hier war ja auch viel los.

    Im Grunde genommen kann ich für 1989 alles wiederholen, was ich über 1988 geschrieben habe: viel gesichtsloser Radiopop, eine brutale Dominanz von Stock, Aitken & Waterman, ein tapferes Durchhalten von Pop-Größen der frühen 80er. Die Pet Shop Boys produzieren Hits für fast so viele andere Künstler wie Dieter Bohlen. Marianne Rosenberg singt deutsch und englisch. Weder Kool & The Gang noch Marillion können mit frischen Sängern punkten…