Thema: Film, TV & Presse


  • Moonfaker: James Bond und der Mandela-Mandela-Effekt


    Ich bin wahrlich niemand, der gerne Fehler eingesteht – noch dazu, wenn er seine eigenen Aussagen so drehen kann, dass er "eigentlich doch richtig gelegen" hat. Um der Volksbildung willen mache ich heute aber mal eine Ausnahme.

    Der Mandela-Effekt ist ein gar kurioses Ding: Man glaubt nicht nur fest etwas Falsches, sondern findet viele Gleichgesinnte, die das gleiche Falsche glauben – was eigentlich nicht möglich sein sollte, weil ein Fake ja keine Basis in der Realität hat, aus der wir eine gemeinsame falsche Erinnerung speisen können…

  • Zum Wochenende: Chart-Duelle von Song-Zwillingen


    Ich erzähle ja gerne von der Popmusik meiner Jugend – da ist so viel hängen geblieben. Und vor knapp zwei Jahren habe ich auch mal über "Filmduelle" geschrieben, bei denen zwei verdächtig ähnliche Storys an den Kinokassen gegeneinander antraten. Heute kombiniere ich die beiden Themen.

    Tatsächlich gab es in der Musikgeschichte immer wieder Fälle, in denen der gleiche Song in zwei verschiedenen Versionen in die Charts kam. Nicht als Cover oder in einem neuen Genre – lediglich von einem anderen Künstler aufgenommen und abgemischt. In den 50er und 60er Jahren war das kein großes Ding, weil die Märkte regionaler waren und keine Chart-Shows ein Auge drauf hatten…

  • Clickbait, Fake-News, Propaganda: KI macht die Drecksarbeit


    Ich habe viele positive Artikel über die Entwicklung der KI in den letzten Jahren geschrieben – und es werden noch viele kommen. Dies ist keiner.

    Während ständig neue Services, Portale und Apps mit KI-Fähigkeiten gepimpt werden, die mal mehr, mal weniger gut funktionieren, höre ich im Hintergrund ein düsteres Grollen. Etwas schlammt den digitalen Planeten zu, kriecht in alle Ritzen, wälzt sich wie Melasse klebrig durch die Datenströme. Es riecht streng, als wäre eine längst vergessene öffentliche Toilette durch Druck von unten übergelaufen und die Scheiße von Jahrzehnten flutet nun blubbernd die Party…

  • KINO KRITIK: FURIOSA: A MAD MAX SAGA


    Australien/USA 2024. Regie: George Miller. Darsteller : Anya Taylor-Joy, Chris Hemsworth, Tom Burke, Alyla Browne, Nathan Jones, Angus Sampson, Elsa Pataky, Quaden Bayles, Lachy Hulme u.a.

    Story : In der Postapokalypse lebt die junge Furiosa in einer friedlichen, halbwegs gesunden Kolonie. Doch sie wird entführt und landet beim großkotzigen Warlord Dementus, der die Macht über die verbliebenen Zentren Citadel, Bullet Farm und Gas Town an sich reißen will. Von ihm wird sie an Immortan Joe weitergereicht. Erst nach Jahren gelingt ihr die Flucht und Furiosa ist entschlossen, die Kolonie ihrer Mutter wiederzufinden…

  • Groschenromane: Das große Abenteuer in den Kleinanzeigen


    Das hier wird mal wieder so ein richtiger Artikel zum Wochenende, den man lesen kann, falls man sich von der ZEIT überfordert fühlt.

    Kürzlich hatte ich geschrieben, dass ich meine alten Heftromane in diversen Bücherschränken der Republik untergebracht habe. Das waren weniger als ich dachte – weil ich eine riesige Wanne voll im Keller vergessen hatte. Diese wurde nun in Hohenbrunn bei München ausgeräumt:

    Der Preis für den besten Romantitel geht an den GEISTER-THRILLER:

    So, wie man manchmal in der Jackentasche einen Geldschein findet, barg auch die Wanne mit den Romanheften einen kleinen Schatz:

    Die Werbeheftchen hatte ich Anfang der 80er im Spielwarenladen Lütgenau mitgenommen…

  • Bilderrepublik Deutschland


    Aus verschiedenen Gründen musste ich in den letzten Tagen mehrfach mit dem Roller durch München fahren. Und wie zu Frühzeiten meines Blogs sind mir wieder Plakate aufgefallen, die mich verwirren. Oder ärgern. Oder überraschen.

    Es stehen Europawahlen an. Die Parteien betrachten das als minder relevant und die Plakatierung ist wenig bemerkenswert. Es gilt weiterhin die Maxime: Ein Plakat hat nur dann eine plausible Aussage, wenn sie auch ins Gegenteil verkehrt Sinn macht. Als Beispiel: "Mehr Freiheit! Mehr Bildung" ist keine plausible Aussage, weil keine Partei jemals die Umkehrung "Weniger Freiheit…

  • Flugangst-Miniserien-Doppelpack: HIJACK und RED EYE


    Ich hatte vor ein paar Monaten über thematisch ähnliche Filme geschrieben, die zeitgleich in die Kinos kamen – manchmal aus Zufall, manchmal aber auch, weil Produktionsfirmen ein gerade aktuelles Thema um jeden Preis abfeiern wollten.

    Auch im Fernsehen gibt es solche Doppelungen, es fällt nur seltener auf. So produzierte RTL 2004 kurz vor LOST eine wirklich lachhaft schlechte "weekly soap" über eine Gruppe Überlebender auf einer einsamen Insel – VERSCHOLLEN:

    2012 kamen zum 100. Jahrestag der Jungfernfahrt der TITANIC diverse Produktionen auf den Markt:

    Im Jahr 2019 gab es mehrere konkurrierende WAR OF THE WORLD-Adaptionen:

    Eher durch Zufall bin ich nun auf eine aktuelle Dopplung gestoßen und habe zusammen mit der LvA zwei Wochen in der Business Class des aktuellen TV-Marktes verbracht, mit hochkarätigen Miniserien für Leute, die nicht unter Aviophobie leiden – sie hier aber bekommen könnten…