Thema: Film, TV & Presse

  • Filmverbrechen-Fotostory: DIE UNGLAUBLICHEN ABENTEUER DES GURU JAKOB oder: Arschlöcher auf Abwegen (NSFW)


    Sieben Tage Facebook-Sabbatical. Zeit, hier mal wieder den Hammer zu schwingen.

    Ich habe mich in der letzten Woche auf die Suche nach weiteren deutschen Trash-Perlen gemacht, die ich besprechen kann. Nicht nur YouTube und andere Online-Quellen waren mir dabei behilflich, auch mein Archiv von selbst gebrannten CDs und DVDs mit alten VHS-Aufnahmen und Fernseh-Mitschnitten. Was da so an die Oberfläche gespült wird, rangiert von entzückend bis bedenklich. Die Auswahl fällt schwer.

    Darf’s POTATO FRITZ sein, eine Western-"Parodie" mit Hardy Krüger, Paul Breitner (!) und der Musik von Udo Jürgens…

  • First Look: VAGRANT QUEEN


    Da schau her, es gibt mal wieder eine neue Space Opera. Eine Koproduktion der Amerikaner, Kanadier und Südafrikaner für den Syfy-Channel. Da kommen sofort Erinnerungen hoch an DARK MATTER & KILLJOYS, die letzten beiden Versuche, preiswert in einem Genre zu wildern, für das man bei BATTLESTAR GALACTICA und FARSCAPE noch richtig Geld ausgegeben hat.

    Worum geht’s? Elida ist die rechtmäßige Königin eines nicht näher definierten Teils der Galaxis, der von einer faschistischen "Republik" übernommen und seither mit harter Hand regiert wird. Statt sich mit Rebellen wieder an die Macht zu putschen, hält sich Elida lieber raus und sucht als Scavenger nach Relikten, die sich zu Geld machen lassen…

  • Finale: STAR TREK – PICARD (Spoiler)


    Vor einigen Jahren hätte ich den Satz kaum für möglich gehalten, aber nach zwei Staffeln DISCOVERY, dem dritten Kelvin-TREK und zehn Folgen PICARD habe ich eher das Gefühl, die neue Trek-Serie überstanden als beendet zu haben.

    Natürlich wird man mir vorwerfen, ich führe seit Jahren eine Vendetta gegen Star Trek (warum auch immer). Dass ich immer nur das Negative sehe, was besonders doof ist in einem Serien-Universum, das sich das Positive auf die Fahne geschrieben hat. Der zynische, sarkastische Wortvogel und die hoffnungsfrohe Roddenberry-Kreation, vielleicht geht das nicht zusammen…

  • Fotostory: SUKKUBUS – DEN TEUFEL IM LEIB oder: Auf der Alm, da gibt’s a Sünd… (NSFW)


    Der Artikel über die "verschollenen" Filme hat durchaus ein paar weitere Tipps an die Oberfläche gespült, was es zu suchen und zu finden gilt. Darunter auch Georg Tresslers Horror-Drama SUKKUBUS – DEN TEUFEL IM LEIB, der 1989 in die deutschen Kinos kam, von der Kritik verrissen wurde und seither nur schwer zu bekommen ist. Es gab wohl mal eine VHS-Kassette, aber alles, was sich in halbseidenen Kreisen als angebliche DVD herumtreibt, ist wohl eine von dieser Kassette gezogene Schwarzkopie.

    Ich hatte nicht vor, SUKKUBUS zu besprechen…

  • Ist Corona eine Frage von Freiheit vs. Vernunft?


    Es fällt mir momentan schwer, die Ruhe zu bewahren. Nicht wegen des Virus an sich, sondern wegen der Reaktionen darauf. Und damit meine ich – wie neulich schon – nicht die Hamsterkäufer oder Parkplatzcliquen, die vereinzelt immer noch den Schuss nicht gehört haben. Wir sind ein Land von 80 Millionen Menschen mit so vielen Idioten, dass die AfD in einigen Ländern eine Mehrheit besitzt. Da sind solche Ausfälle nicht nur zu erwarten – es wäre verdächtig, wenn es sie nicht gäbe. Noch dazu in einer Ausnahmesituation, denn wie heißt es so schön…

  • Lost Trashures: Filme, die (keinem?) fehlen


    Vor 20 Jahren hatte ich eine Phase, in der ich Dutzende Genres und Filme ausgebuddelt habe, die mir während der Pubertät versagt geblieben waren: die Meisterwerke von Jodorowsky, die Zombie-Ekelpakete der Italiener, Okkult-Kinohits der 70er, asiatische Knochenbrecher, britische Kult-Sitcoms, etc.

    Ahhh… Obskuritäten wie MURDER IN A BLUE WORLD aka CLOCKWORK TERROR:

    Für den raren Fantasy-Western THE LEGEND OF HILLBILLY JOHN sind Freunde von mir damals 400 MEILEN durch drei Bundesstaaten der USA gefahren – heute könnt ihr ihn augenblicklich und in besserer Qualität bei YouTube anschauen:

    Andere Filme habe ich von zweifelhaften Versendern aus New York und Hong Kong bestellt, weil es schlicht keine anderen Möglichkeiten gab, an sie ranzukommen…

  • Filmverbrechen-Fotostory: PENG! DU BIST TOT! oder: In Ingolfs Lederhose wird gejodelt (NSFW)


    Die deutsche "Komödie" der 70er und 80er ist eins meiner Steckenpferde – weil sie von einer schizophrenen Zerrissenheit geprägt ist, die selten für gute, aber fast immer für unvergessliche Filmabende sorgt. Machen wir uns nichts vor: mit dem Humor meint es der Deutsche ernst. Humor muss sein wie Karneval: für alle, frech, aber nicht böse, systemstabilisierend und vor allem vom Vorstand abgenickt. Ho ho ho und Schenkel klopfen. Das wurde zu selten, aber dann grandios torpediert:

    Klar – wo sollten die Deutschen nach zwei verlorenen Weltkriegen und einer Literatur aus schweren Dramen auch den britischen Humor her nehmen…