Thema: Fantasy Filmfest Nights


  • Das deutsche Horror-Fandom bläst zum Angriff!


    Es ist schön, dass sich manche Dinge nie ändern. Schon in den 80ern war sehr offensichtlich, dass man mit den Fans bestimmter Filme nicht reden kann – weil die auf jede Kritik an ihren Heiligtümern aggro reagieren. Da treffen sich Nerd und Neigung in seltener Eintracht, hilflos wird mit verbalen Bierdosen geworfen und "deine Mudda!" gegrölt.

    Aus dem Grund wundert es mich auch nicht wirklich, dass die Beteiligten von "German Angst" und ihre Claqueure meinen Verriss von zwei Dritteln des Werkes eher unsouverän aufnehmen:

    Bundestag, RTL, Gymnasium – die holen wirklich die ganz dicken Kanonen raus…

  • Fantasy Filmfest Nights 2015: Die Reviews (2)


    Marshland Spanien 2014. Regie: Alberto Rodriguez. Darsteller: Raul Arévalo, Javier Gutierrez, Antonio de la Torre, Nerea Barros u.a.

    Story : Zwei Polizisten sollen das Verschwinden zweier Schwestern in der spanischen Provinz des Jahres 1980 aufklären. Bald gibt die weite Sumpflandschaft die Leichen frei und es geht um Mord. Um mehrere Morde. Und schließlich um die Frage, wie weit eine Gemeinschaft zu gehen bereit ist, um vergangene Sünden und nie bestrafte Täter zu schützen. Dabei verläuft der Graben nicht nur zwischen den Dörflern und der Polizei, sondern auch zwischen den Beamten selbst…

  • Fantasy Filmfest Nights 2015: Die Reviews (1)


    Cub Belgien 2014. Regie : Jonas Govaerts. Darsteller : Gill Eeckelaert, Maurice Lujiten, Stef Aerts, Titus de Voogdt u.a.

    Story : Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern – so stellt sich ein Pfadfinder-Ausflug nur in Donald Duck-Comics dar. In der Realität von „Cub“ ist der Mikrokosmos der Ferien-Waldläufer seitens der Kids wie der Aufseher geprägt von Animositäten, Bösartigkeiten und keimender Geilheit. Die zur Gänsehauterzeugung erzählte Wildkind-Lagerfeuerstory macht die Sache nicht besser, zumal das ferale wie brutale Wildkind Kai tatsächlich existiert und sich über diverse Untaten mit dem unsicheren Sam „anfreundet“…

  • We’ll be back after a short break


    Sodele, nach zwei Tagen "auf Reportage" (Tirschenreuth und Seligenstadt) fahre ich nun direkt weiter in Richtung Kölner Dom. Die Fantasy Filmfest Nights rufen. Drei Filme habe ich bereits gesehen und besprochen, die lasse ich dementsprechend aus:

    Automata, The Guest und Tusk.

    Damit ihr euch zwischenzeitlich nicht langweilt, hat Dia Westerteichter satte 3 Stunden "Evil Ed on Video 2" für euch digitalisiert und hochgeladen. Proxy wie ZenMate braucht ihr immer noch, dafür ist die Bildqualität diesmal deutlich erträglicher. Ein wirklich spannendes Relikt für alle, die sich für die Horror-Szene der späten 80er interessieren…

  • Blindflug des Bösen: Fantasy Filmfest Nights 2014 (3)


    Ich hatte in den letzten Wochen nicht einmal Zeit, mich mit der augenscheinlich problematischen Verleihgeschichte von „Snowpiercer“ zu beschäftigen, einer koreanisch-amerikanischen Adaption eines französischen Endzeitcomics, die für den US-Release auf Geheiß von Harvey Weinstein um 20 Minuten erleichtert werden sollte. Nach einem Geek.Aufschrei wurde der US-Edit ad acta gelegt und „Snowpiercer“ kommt wohl ungeschnitten in die deutschen und amerikanischen Kinos. Ob sich das Fandom damit einen Gefallen getan hat, wage ich allerdings zu bezweifeln. Ich selbst hatte bei dem über zwei Stunden langen Eiszeit-Eisenbahn-Epos mehrfach das Gefühl, man hätte in der Edit-Suite etwas mehr Disziplin walten lassen dürfen…

  • Blindflug des Bösen: Fantasy Filmfest Nights 2014 (2)


    Zweiter Tag der Fantasy Filmfest Nights – die eigentlich Fantasy Filmfest Weekend heißen müssten. Ich habe am Mittag die Wohnung in Schwabing endgültig geräumt, dafür steht nun mein Haus in Obergiesing wieder frei. Dort wird in den nächsten Monaten renoviert, dass die Schwarte kracht. So bleibt mir immer eine Unterkunft, wenn es mich doch mal in die bayerische Hauptstadt treibt.

    „Wolf Creek 2“ ist heute der Opener gewesen. An das Original erinnere ich mich nur sehr rudimentär – ein ziemlich zynisch-brutaler Outback-Slasher, der seine Protagonisten wie im Staffellauf krepieren ließ…

  • Blindflug des Bösen: Fantasy Filmfest Nights 2014


    Ich bin noch nie so unvorbereitet, so übermüdet und so gestresst zu einem Festival gefahren. Die letzen sieben Tage war ich komplett mit dem Umzug nach Speyer beschäftigt. Ich habe mit meinem Handwerker heute morgen so lange Regale geschleppt und Kisten ausgeräumt, bis ich dringlichst auf die Autobahn musste, um im 350 Kilometer entfernten München nicht zu spät zum ersten Film zu kommen. Auf der Fahrt in die Stadt habe ich bei einem Supermarkt gehalten, um ein paar Notrationen einzukaufen, die mich zwischen den Vorführungen auf den Beinen halten sollen…